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Finale im Präventionsjahr

(31.05.2012)
Krönender Abschluss im Schuljahr der Alkoholprävention: Aktionstag mit Musik, Sport etc für Schüler am 4. Juli / Neuer Platz!
Der 4. Juli wird ein toller Tag für Klagenfurter Schulkinder: als Abschluss des Dialogjahres „Alkoholprävention“ gibt es an diesem Tag ab 8 Uhr auf dem Neuen Platz Musik (Schulbands, DJs etc.), Sport (Sportarten zum Ausprobieren) und eine coole Lounge mit Theke und alkoholfreien Cocktails zum verkosten und zum selbst Mixen. Es ist dies krönendes Finale des Schwerpunkt-Schuljahres zum Thema Alkoholprävention, zugleich kleine Belohnung für alle Schülerinnen und Schüler fürs engagierte Mitmachen.

Das auslaufende Schuljahr 2011/12 stand auf Initiative von Gesundheitsreferentin Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz unter dem Schwerpunkt Alkoholprävention. „Wir haben den Gesundheitspreis der Stadt unter das Motto „Zum Wohl Klagenfurt – high risk, low fun“ gestellt und die Jugend eingeladen, sich zu beteiligen. Die preisgekrönten Ideen wurden zum Teil realisiert und in weitere Präventionsprojekte eingebunden“ erzählt Dr. Mathiaschitz. Wie zum Beispiel ein von Jugendlichen selbst gestalteter Film über Wirkung von Alkohol und Auswirkungen des übermäßigen Alkoholkonsums, was für junge Menschen oft wenig cool endet. Und hier setzt auch die Prävention an: „Wenn junge Menschen ihren Alterskollegen vermitteln, wie unangenehm und schädlich die Folgen eines problematischen Umgangs mit Alkohol sind, wird ein neues Bewusstsein geschaffen“ betont die Gesundheitsreferentin. Auch Prof. Dr. Herwig Scholz, langjähriger medizinischer Leiter des Sonderkrankenhauses De la Tour bestätigt, dass der Zugang von Jugendlichen auf Jugendliche oft ein sehr wirkungsvoller ist.

Das Alter zwischen 14 und 17 ist übrigens das erste Einstiegsalter für Alkoholabhängigkeit. Süß schmeckende Alkopops und „coole“ Werbebotschaften sind häufig Anreiz, zu Alkohol zu greifen. Jugendliche glauben aber auch, Sorgen, Unsicherheiten, Probleme und Hemmungen durch Alkohol abbauen zu können. Ein fataler Trugschluss, denn „Alkohol wirkt auf das junge Nervensystem wesentlich intensiver und hat oft enorme, die Gesundheit gefährdende Auswirkungen“ sind sich Vzbgm. Dr. Mathiaschitz, selbst Medizinerin und Prof. Dr. Scholz einig.

Die Präventions-Projekte wurden in erster Linie in Schulklassen, bei Elternabenden und in Freizeiteinrichtungen durchgeführt. „Pädagogen, Lehrer, Schuldirektoren sind unserer Präventionsarbeit gegenüber sehr aufgeschlossen“, so Dr. Birgit Trattler, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes und Präventionsbeauftragte. „Einzig Eltern sind für dieses Thema schwer zugänglich“, bedauert die Ärztin. Dabei sind Eltern und ihr Umgang mit Alkohol mit ausschlaggebend für das Konsumverhalten der Kinder.
„Alkohol ist Gesellschaftsdroge Nummer eins und wird, ähnlich wie Nikotin, von Erwachsenen sehr oft bagatellisiert“, bestätigt auch der Leiter der städtischen Suchtberatungsstellen, DSA Ernst Nagelschmied. Jugendliche, die regelmäßig und viel Alkohol trinken, werden immer jünger. Mittlerweile geben sogar 10 Prozent der jungen Leute zwischen 14 und 17 Jahren an, schon vor dem 12. Lebensjahr Alkohol konsumiert zu haben.

„Wir wollen Alkohol aber nicht tabuisieren und junge Menschen mit Verboten traktieren“, so Vzbgm. Mathiaschitz und Prof. Dr. Scholz unisono. „Es ist uns wichtig, mit gezielten Maßnahmen das Bewusstsein der Jugend für einen vernünftigen Umgang mit Alkohol schärfen und ein problematisches Trinkverhalten bzw. Abhängigkeiten vermeiden“.
„Für richtige und effektive Präventionsarbeit bedarf es absoluter Kompetenz. Laienhafte Begeisterung wird hingegen nur wenig bewirken“ so Prof. Scholz, der Vzbgm. Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und ihrem Team herzlich zu diesem engagierten, konsequenten und nachhaltigen Projekt gratuliert.

Der nächste Schritt wird sein, Eltern verstärkt für dieses Thema und ihre Verantwortung in diesem Zusammenhang zu sensibilisieren.
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