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Künstlerateliers im Europahaus sehr begehrt

(30.10.2012)
12 internationale Künstler und weitere Gäste aus dem Kulturbetrieb haben heuer im Europahaus gelebt und gearbeitet.
Ab November ist Klagenfurt Schauplatz des neuen Spielfilmes des bekannten Filmemachers Thomas Woschitz. 2009 wurde er für seinen Musikfilm „Universalove“ mit dem Max Ophüls-Preis ausgezeichnet. Produziert wird der tragikkomische Thriller „BLIND“ von der gebürtigen Klagenfurterin Gabriele Kranzelbinder. Auch Eric Hurcomb, Kameramann aus New York, ist wie schon bei „Universallove“ wieder mit im Team. Hurcomb, sein Künstlername ist Eric Giovon, ist einer der vielen Kunstschaffenden, die heuer in den Ateliers des Klagenfurter Europahauses absteigen.

Fotografin, Sprayer, Tatoo-Artist, Filmcrew und bildende Künstler

12 internationalen Künstler und mehrere Kunstschaffende der Freien Akademie der Bildenden Künste waren in diesem Jahr in den Ateliers im Europahaus untergebracht. Darunter Künstler wie Gernot Fischer, die Graffiti-Künstler Fedor Wildthart, Markus Müller und David Stegmann, Fotografin Anja Bohnhof, der belgische Tatoo-Artist Jean Francois Palumbo sowie die Künstlerinnen Claudia Gribitz und Martina Mara Braun. Ab 14. November wird Künstler Dieter Franz eine Woche lang das Atelier bewohnen. Von Jänner bis April 2013 benützt der Klagenfurter Künstler David Maier das Atelier. Er wird an seinen Werken, die er heuer in den Ateliers in Paris und Smartno begonnen hat, weiterarbeiten. Es folgen weitere Stipendiaten ehe im Mai nächsten Jahres Cornelia Travincek als Stadtschreiberin das Studio beziehen wird. Travincek ist Publikumspreisträgerin des diesjährigen Bachmannpreises.

„Die Ateliers haben vor allem durch die beiden Stadtschreiber wieder neues Leben bekommen. Wir haben versucht, neben bildenden Künstlern das Spektrum heuer auszuweiten, die Ateliers zu öffnen und auch Gäste anderer Disziplinen wie z. B. Spray Art, Film oder Fotografie zu beherbergen und somit Signale der Öffnung nach Außen zu setzen“, sagt MMag. Manuela Tertschnig, Leiterin der Abteilung Kultur. „Gerade die junge Kunstszene ist sehr dankbar, wenn sie in einer Stadt aufgenommen wird. Auch Stadtschreiber Karsten Krampitz kehrt gerne zurück und war wieder ein paar Tage Gast in Klagenfurt“, so Tertschnig.

Pilotprojekt „Hafen11“

Auch die Kreativwirtschaft Klagenfurt mit dem Pilotprojekt „Hafen11“ verzeichnet laufend Anfragen von Kreativen, die temporär in Klagenfurt arbeiten und sich zu diesem Zweck in einer offenen Bürostruktur einmieten möchten. In den Räumlichkeiten am Lendhafen ist dies zum Teil schon möglich, bei weiteren Projekten soll auch Platz für eingeladene Gäste entstehen.

Mit dem erhöhten Kultur- und Kreativaufkommen in Klagenfurt steigt auch das Interesse vieler Kulturschaffender oder Vertreter aus der Kreativwirtschaft, sich hier für ein paar Tage umzusehen und zu arbeiten.  „Wir freuen uns über internationale und überregionale Kreative aus allen Bereichen. Sie bringen neue Impulse für die Stadt und sind die besten Werbeträger nach Außen“, sagt Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer. „Die Stadt wird diesem Interesse entsprechend bei neu entstehenden Standorten der Kreativwirtschaft, die Einrichtung temporärer Arbeitsplätze sowie die Möglichkeit, Künstler unterzubringen, berücksichtigen“, bestätigt der Kulturreferent.

 

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