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Mahnmal erinnert an deportierte Kärntner Slowenen

(27.10.2012)
Am Bahnhof Klagenfurt-Ebenthal erinnert ein Kunstwerk von Valentin Oman an ein  ganz dunkles Stück Kärntner Geschichte.
Der 27. Oktober stand in der Landeshauptstadt Klagenfurt ganz im Zeichen der Erinnerung an die Deportation von fast 1000 slowenischsprachigen Kärntnern vor 70 Jahren. Bürgermeister Christian Scheider der den Plan für ein Denkmal sehr unterstützt hat, war auch bei der Einweihung am Bahnhof Klagenfurt-Ebenthal dabei.

"Ein weiteres wichtiges Zeichen wider das Vergessen und Verdrängen einer dunklen Zeit" sagt Bürgermeister Christian Scheider, für den solche Aktionen "Zeichen und Mahnung vor allem an die Jugend sein müssen, damit es nie wieder zu solch schrecklichen Taten kommen kann“.

Wo heute die neue Unterführung und die neue Haltestelle Klagenfurt-Ebenthal ist, wurden vor 70 Jahren, im April 1942,  fast 1000 slowenischsprachige Kärntnerinnen und Kärntner von den Nazis in sogenannte Arbeitslager nach Deutschland und in Konzentrationslager deportiert. Neben diesem Bahngleis in Klagenfurt hatte es ein Lager  gegeben in dem die von ihren Höfen vertriebenen Kärntner - Kinder, alte Menschen, Hochschwangere - in Baracken gesammelt und dann in Zügen abtransportiert wurden. Viele kamen nicht mehr zurück.

Für den neuen Bahnhof, der ja erst vor wenigen Wochen eröffnet worden ist, hat Valentin Oman ein Mahnmal geschaffen, das an das Grauen und den Schrecken dieser Vertreibungen erinnert. Die Aufstellung der eisernen Stele wurde von Bürgermeister Christian Scheider von Beginn an unterstützt.

"Nach den "Stolpersteinen" die in der Stadt an die von den Nazis ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger  erinnern, der Installation "Der Allee der Gerechten" auf den Neuen Platz, wo mit zwischen den Bäumen aufgespannten Texten, Schicksale von den Nazis verfolgter und ermordeter Menschen gedacht wurde und der Restaurierung des jüdischen Friedhofes, ist das Mahnmal am Bahnhof Klagenfurt-Ebenthal ein weiterer Schritt sich der Vergangenheit als ewige Mahnung bewusst zu sein, damit die Jugend in eine friedliche, vor allem gemeinsame Zukunft gehen kann", stellt das Klagenfurter Stadtoberhaupt fest.

Die würdige Feier zur Denkmal-Einweihung wurde vom Verband der ausgesiedelten Slowenen organisiert, ebenso wie die Ausstellung " DENK MAL : DEPORTATION!" mit Werken von  Valentin Oman und Karl Vouk. Sie ist bis 15. November zu sehen.

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