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Klagenfurt lebt Vielfalt

(18.04.2013)
In Zusammenhang mit dem Audit „familienfreundliche Gemeinde“ präsentiert die Familienreferentin Maßnahmen zur besseren Integration.
Das Maßnahmenpaket des Audits „Familienfreundliche Gemeinde“ ist umfassend, ein Teil davon beinhaltet das Thema Migrationsarbeit. Familienreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz hat mit der Integrationsbeauftragten der Stadt, Mag. Daniela Obiltschnig und Projektpartnern die laufenden Maßnahmen unter dem Motto „Klagenfurt lebt Vielfalt“ näher vorgestellt.

„Integration heißt Vielfalt, wir arbeiten für eine offene Gesellschaft, die viele Sprachen spricht, Bildung verbessert und so Arbeitsplätze schafft“, erklärt Stadträtin Mag. Andrea Wulz. Es gäbe nach wie vor Konflikte, so Wulz, die aber durchaus gelöst werden können. „Leider ist es oft noch ein nebeneinander, anstatt ein mit einander leben“, sagt Mag. Daniela Obiltschnig. Um Integration tatsächlich zu leben, setzt die Stadt auf verschiedene Projekte. Der Verein VOBIS bietet Lernbetreuung von Volksschülern an. „Es gibt eine aktive Sprachförderung für die Kinder, seit Dezember gibt es das Projekt in der Volksschule 8 in Klagenfurt“, erzählt Florian Kerschbaumer von VOBIS. Gemeinsam mit den Lehrern bieten unsere Experten in der Nachmittagsbetreuung gezielte Förderungen an. Derzeit sind 60 Kinder in diesem Programm, deutliche Erfolge bei den Noten sind schon zu sehen.
Ein weiterer Partner ist die Projektgruppe Frauen, die sich auf die Erwachsenenbildung spezialisiert. Seit sieben Jahren gibt es beispielsweise Sprachkurse für Mütter in den städtischen Kindergärten. „Manche Frauen sind sehr unsicher, wir helfen ihnen im Alltag besser zu Recht zu kommen“, informiert Mag. Maria Cervenka. Interkulturelle Sprachtrainerinnen unterstützen die Mütter mit Deutschkursen.
Mit „Hippy“ ist ein sehr bekanntes, österreichisches Projekt der Katholischen Familienbewegung ebenfalls mit an Board. „Hippy“ gibt es seit 40 Jahren, seit 2007 ist es auch in Klagenfurt aktiv. „Unsere Aufgabe besteht darin, Eltern zuhause zu besuchen und ihnen zu zeigen, wie sie mit ihren Kindern lernen können“, sagt Mag. Anja Schneider. Dabei lernen die Eltern, die meist einen niedriges Bildungsniveau haben, selbst mit. Zwei Hausbesucherinnen betreuen derzeit in Klagenfurt 28 Familien, sie sind einmal in der Woche bei den Familien zu Besuch.

Unterstützt und gefördert werden die verschiedenen Maßnahmen vom Österreichischen Integrationsfond. Die vielen Projekte und Angebote greifen alle ineinander über: „Es ist ein gemeinsamer Prozess, ein Bereich unterstützt den anderen, wenn wir so weiter machen, wird gelebte Integration in Klagenfurt etwas Selbstverständliches sein“, sagt die Stadträtin.

 

Benefizkonzert mit interkulturellem Frauenchor

 

Ein Benefizkonzert des multikulturellen Frauenchors „Sosamma“ am 26. April, 19 Uhr im Künstlerhaus, Goethepark 1, stellt das Thema noch einmal in den Mittelpunkt. Mit dem Erlös des Konzertes werden die genannten Projekte unterstützt und gefördert. Karten sind im Familienservice der Stadt, Kumpfgasse 20, Telefon: 0463 / 537-4680 sowie bei der Projektgruppe Frauen, Radetzkystraße 1, Telefon: 0463 / 502338, erhältlich. Für Kurzentschlossene gibt es Tickets an der Abendkasse. „Sosamma“ ist ein steirischer Dialektausdruck und bedeutet „So sind wir“. 2002 wurde die integrative Chorgruppe in Graz gegründet, hat heute an die 40 Mitglieder.

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