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Neue Flächen für Graffitikunst

(07.02.2013)
Für Graffiti-Künstler werden ab dem Frühjahr eigens Plakatwände im Klagenfurter Stadtgebiet aufgestellt!
Gegenstände zu besprühen und Hauswände zu beschmieren ist das eine – Graffitikunst das andere! „Künstler der Szene haben niemals die Absicht zu zerstören. Sie wollen sich mit ihrer Kunstform ausdrücken, optische Statements im städtischen Raum setzen und das Stadtbild mit ihrer Kunst bereichern und halten sich auch strikt an frei gegebene Flächen“ bricht Jugendreferent Stadtrat Gerhard Reinisch eine Lanze für Graffitikünstler in Klagenfurt, bedauert aber auch, dass durch illegale Schmieraktionen einiger Gruppen enormer Schaden angerichtet und durch solche Aktionen auch die Graffitikunst zu Unrecht in ein schiefes Licht gerückt wird.
Einladende Großflächen im öffentlichen Raum befinden durchwegs in Privateigentum, was man akzeptieren muss, so der Jugendreferent.

Für Klagenfurter Graffitikünstler tut sich aber eine neue Möglichkeit auf: Im Rahmen des von Reinisch im vergangenen Sommer initiierten „Ideenwettbewerbes für ein junges Klagenfurt“ gab es einige Einreichungen von jungen, an Graffitikunst interessierten Leuten und natürlich auch von Künstlern aus der Szene, die sich mehr freie Flächen für ihre kreative Arbeit wünschen. Auch wenn kein Graffiti-Projekt unter den Preisträgern war, zeigt Reinisch offen für die farbenfrohe Ausdrucks¬form und hat in der PSG – Posterservice der Stadtwerke Klagenfurt einen Kooperationspartner gefunden.
PSG-Chef Andreas Waldher hat nach einem Gespräch mit Reinisch bereits für das kommende Frühjahr Plakatwände an bestimmten freigegebenen Standorten für Graffiti-Künstler zugesagt. Auch ein Graffiti-Event im öffentlichen Raum soll veranstaltet werden. Dazu werden Künstler aus Kärnten, ganz Österreich und dem Alpen-Adria-Raum eingeladen. Die Abwicklung soll über die in Klagenfurt ansässigen Profis dieser Kunstrichtung abgewickelt werden.

„Graffiti-Kunst verleiht jeder Stadt, auch kleinen, einen gewissen urbanen Touch. Ich freue mich, wenn wir den Jugendlichen und ihrer Kreativität Raum geben können“, so Reinisch, der sich bei Waldher und den Stadtwerken für die gute Zusammenarbeit bedankt. „Wir werden die Positionen der erlaubten Plakatwände über unsere Jugendzentren (die zu Graffiti-Künstlern direkten Zugang haben) und auch über die Medien rechtzeitig kommunizieren, sodass tatsächlich nur die freigegebenen Flächen genutzt werden“.
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