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Pilotprojekt Schuleingang-Kontrolle

(03.07.2013)
In Schulgebäuden befinden sich nicht immer nur Personen, die da auch hineingehören. Daher wurde nun ein Pilotprojekt präsentiert.
Sensibilisiert von den schon beinahe in Regelmäßigkeit auftretenden brutalen Vorgängen an Schulen in den USA aber auch durch Berichte heimischer Schulleiter hat Bürgermeister Christian Scheider heuer diverse Sicherungsmaßnahmen präsentiert. Eine davon war ein elektronisch geregeltes Zugangssystem für Schulgebäude. Und ein solches haben nun drei Schüler der HTL Mössingerstraße ausgearbeitet und Mittwoch an der ASO Waidmannsdorf präsentiert.

 

„Jeder Betrieb, ja jede Wohnanlage hat ein Zutrittssystem, nur bei Schulen ist immer alles offen“, sagte Bürgermeister Scheider, für den es auch sinnvoll erscheint, wenn an jeder Schule ein eigens ausgebildeter Sicherheitsbeauftragter installiert wird. Das nun an der Schule eingebaute System ist ein Pilotprojekt, die ASO Waidmannsdorf die erste Schule in Kärnten, die nun über ein geregeltes Zugangssystem verfügt.

 

Das System basiert auf zwei Komponenten. Nämlich einem Miniserver und einer Freisprechanlage mit Kamera und Telefonsystem. „Steht jemand an der verschlossenen Tür und klingelt, dann läutet ein mit einer entsprechenden App ausgestattetes Handy und man kann mit der Person am Eingang kommunizieren“, so Dipl.-Ing. Walter Auernig von der HTL Mössingerstraße. Der ganze Datenaustausch läuft über WLAN, ist aber auch über ein normales Handynetz möglich. Ebenso muss nicht unbedingt ein Handy, sonder kann auch ein PC angewählt werden.

 

Konstruiert haben das System, das keine neue Erfindung, sondern eine auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmte Einrichtung ist, die Schüler Alexander Glanznig, Michael Kanduth und Stefan Bilban. Die Materialkosten lagen bei etwa 1800 Euro, die Arbeitszeit bei rund 20 Stunden. Für die Burschen war es eine perfekt Vorbereitung auf das im nächsten Schuljahr anstehende Maturaprojekt.

 

An der ASO Waidmannsdorf, die in den letzten Monaten auch im Innenbereich saniert wurde, ist man froh über diesen neuen Kontrollmechanismus. Denn wie Direktorin Sabrina Komoraus betonte, haben sich schon öfter schulfremde Jugendliche im Schulgebäude aufgehalten und den Unterricht gestört.

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