Zum Inhaltsbereich springen
Seite teilen

FH Klagenfurt: Technische Studiengänge bleiben!

(13.06.2013)
Der FH-Aufsichtsrat legt die Pläne zur Verlegung der technischen Studiengänge von Klagenfurt nach Villach auf Eis.
Bürgermeister Christian Scheider, Wissenschaftsreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz und der „Verein zur Erhaltung und Errichtung der FH Klagenfurt“ freuen sich über „Sieg der Vernunft“.

Eine Verlegung der technischen FH-Studiengänge von Klagenfurt nach Villach schien bislang beschlossene Sache – trotz großer Widerstände. „Mit der Brechstange wollte der Aufsichtsrat die Verlegung durchsetzen – gegen den Willen der Standortgemeinde und dem Verein zur Erhaltung und Errichtung der FH Klagenfurt“, so Bürgermeister Christian Scheider. „Argumenten war der Aufsichtsrat bislang nicht zugänglich“, fügt  Wissenschaftsreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz hinzu, die sogar eine IHS-Studie in Auftrag gegeben hatte, um die Folgen einer Standortverlegung zu erheben. „Mit dem Ergebnis, dass eine Verlegung zu Qualitätsverschlechterungen, finanziellen Belastungen und einem Rückgang der Studierendenzahlen in Klagenfurt führen würde“, erklärt Wulz.

Nach der gestrigen FH-Aufsichtsratssitzung heißt es nun für das „Strategie- und Standortkonzept“ zurück an den Start. Nur mit einvernehmlicher Zustimmung von Standortgemeinden können weitere Schritte bezüglich der Standortfrage gesetzt werden. Der FH-Vorstand wurde aufgefordert, sich binnen Jahresfrist um ein Einvernehmen mit dem Land Kärnten und den Standortgemeinden aktiv zu bemühen. „Gemeinsam mit meinem Bürgermeisterkollegen Striessnig aus Feldkirchen haben wir uns gestern erfolgreich dafür eingesetzt, dass es keine Drüberfahrpläne und Alleingänge der FH mehr geben wird. Außerdem hat sich der FH-Vorstand dazu bekannt, die Kommunikation mit den Standortgemeinden und dem Land wesentlich zu verbessern“, berichtet Scheider.

Damit ist die Verlegung der technischen Studien vom Tisch, der FH-Aufsichtsrat legt die Pläne auf Eis. „Ein Sieg der Vernunft!“, betonen Bürgermeister Christian Scheider, Wissenschaftsreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz und DI Walter Augernig, Obmann des Vereins zur Erhaltung und Errichtung der FH Klagenfurt. „Es ist schön, dass unser Kampf erfolgreich war. Schließlich gibt es stichhaltige Argumente, die technischen Studien in Klagenfurt zu belassen – wie die Synergieeffekte durch eine Bündelung mit Universität und Lakesidepark“, betont Wulz. Scheider: „Klagenfurt ist als Landeshauptstadt Bildungsstandort Nummer 1 in Kärnten. Die Infrastruktur darf nicht ausgehöhlt, sondern muss – ganz im Gegenteil – noch ausgebaut werden. 40 hochwertige Arbeitsplätze bleiben so gesichert.“ Wulz glaubt an die Zukunft der FH Kärnten und meint in Richtung Aufsichtsrat: „Die Stadt Klagenfurt ist gesprächsbereit. Unser Ziel ist es, die FH Kärnten als Bildungseinrichtung zu stärken!“

„Glücklich“ zeigt sich auch DI Walter Auernig, Obmann des Vereins zur Erhaltung und Errichtung der FH Klagenfurt, über die Entscheidung des FH-Aufsichtsrates, die technischen Studiengänge in Klagenfurt zu belassen. „Damit ist es auch weiterhin möglich, eine qualitativ hochwertige technische Ausbildung auf Hochschulniveau im Kärntner Zentralraum anbieten zu können“, so Auernig. „Diese Entscheidung ist für eine durchgängige technische Ausbildung – es gibt immerhin zwei HTLs in Klagenfurt – genauso wichtig wie für den Wirtschaftstandort. Außerdem bietet der Standort Klagenfurt einen wesentlich besseren Zugang für Studierende aus dem Unterkärntner Raum. Insgesamt sind wir überzeugt, dass es dadurch möglich sein wird, wesentlich mehr junge Menschen in Kärnten zu halten“, betont Auernig, der sich bei der Stadt Klagenfurt für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zum Wohl der FH bedankt.

 

Scrolle nach oben