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Paradies für "Gartenkinder" in St. Ruprecht

(26.06.2013)
Kinder, Pädagoginnen und Frauen mit Migrationshintergrund arbeiten gemeinsam an einem Erlebnisparcours für Kinder.
Miteinander bewegen, gemeinsam Spaß haben, voneinander lernen – auf diesen drei Grundsäulen steht das neue Bewegungs- und Beschäftigungsprojekt des Kindergarten und Hort St. Ruprecht.
Seit April werken sechs Frauen mit Migrationshintergrund gemeinsam mit den Kindern und den Pädagoginnen an einem Erlebnisparcours beim Kindergarten: neben einem Hochbeet, das selbst gebaut, bepflanzt und beerntet wird, entsteht ein Parcours für alle Sinne: ein Wasserweg, ein Kletterhügel, eine Fruchtecke, ein Balancierstamm, eine Duftecke, eine Sambastiege und ein Weg der Sinne, ein so genannter Barfußpfad.

„Mit diesem Projekt wird der Kindergarten-, Hort- und Schulstandort St. Ruprecht in besonderer Weise aufgewertet“, schwärmt Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz. „Frauen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben, sind hier zumindest sieben Monate beschäftigt, Kinder lernen mit Materialien und Werkzeugen umzugehen, alle lernen voneinander Sprache und Kultur und im Endeffekt entsteht ein Ort der Begegnung und Bewegung, der den Kindern weiterer Generationen zur Verfügung stehen wird“, so Klagenfurts Kindergarten-, Hort- und Schulreferentin. Hier wird über sprachliche und kulturelle Unterschiede hinweg auf vorbildliche Weise gefördert.

Für Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser beinhaltet das Projekt wesentliche Komponenten wie das sinnliche Gestalten von Dingen, die Bestand haben werden, Arbeitsplätze für Frauen mit Migrationshintergrund, gelebte Integration. „Es ist wichtig, dass die Vielfalt von Kulturen als etwas Positives empfunden wird und Migration nicht als etwas Fremdes, sondern als Vielfalt wahr genommen wird“, so der Landeshauptmann

Sechs Frauen sind laut AMS-Regionalstellenleiter Wolfgang Orasch von April bis November in diesem Beschäftigungsprojekt. Alle sind profund ausgebildet, haben zum Teil sogar Hochschulabschluss. Mit Hilfe dieses Projekts wird es in weiterer Folge besser gelingen, die Frauen am Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie sammeln hier erfahrungen und verbessern in der ständigen Kommunikation mit den Pädagoginnen und Kindern auch ihre Sprachkenntnisse.

Die Kinder profitieren dasselbe: im Kindergarten und Hort St Ruprecht ist der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund besonders hoch. Durch das gemeinsame Bearbeiten und Erleben der Natur, die spielerische Produktivität und das gemeinsame sinnliche Erleben des Gartens verbindet die Kinder unterschiedlicher Kulturen und hilft auch ihnen Sprachbarrieren zu überwinden.

Finanziert wird das Projekt von Stadt, Land, AMS mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds ESF.
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