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Vier Lebensretter geehrt

(06.03.2013)
Vier Klagenfurter – zwei couragierte Damen und zwei Polizisten – wurden von Bürgermeister Christian Scheider als Lebensretter geehrt.
Es geschah heuer am 7. Jänner. An der Sattnitz kam eine ältere Dame mit ihrem Fahrrad vom Weg ab und stürzte in den Fluss. Das haben Sandra Kienberger, die mit Kinderwagen und Sohnemann spazieren war sowie Sabine Hackl, die entlang der Sattnitz joggte, beobachtet. Die beiden couragierten Damen zögerten keinen Moment, kletterten die Uferböschung runter und zogen die Verunglückte, die sich schon verzweifelt am Schilf festklammerte um nicht abgetrieben zu werden, aus dem Wasser. „Wir haben das nur gemeinsam geschafft, denn die Winterkleidung war schon vollgesaugt vom Wasser und sehr schwer“, so Sandra Kienberger, die ebenso wie Sabine Hackl anmerkte, dass einige Personen einfach vorbeigegangen sind, ohne zu helfen.

Der Lebensrettereinsatz der beiden Polizisten und Revierinspektoren Michael Mori und Michael Kralj liegt schon etwas länger zurück. Es war ein Samstag im Juli letzten Jahres, als die beiden Beamten gegen 22 Uhr auf Sonderstreife unterwegs waren und plötzlich über einen Brand in Welzenegg informiert wurden. Binnen einer Minute war man Ort des Geschehens, in einen Wohnhaus gab es einen Kellerbrand. „Anrainer haben gerufen, dass noch ein Kleinkind im Gebäude sei“, so Michael Kralj, der wie sein Kollege sofort ins Haus stürmte. Das Kind war aber schon in Sicherheit, nur das wussten die Beamten zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Unter Einsatz des eigenen Lebens wurden zwei Personen, die den Brand selber zu löschen versucht hatten, aus dem Keller gezerrt. Nicht ungefährlich für die Beamten, denn beide erlitten bei dem Einsatz Rauchgasvergiftungen. „An die Gefahr haben wir aber überhaupt nicht gedacht, wir wollten nur das Kind und die anderen Personen rausholen“, so Michael Mori. Das Feuer war übrigens in einem Bastelraum im Keller ausgebrochen, dort wurden auch noch Lacke, Akkus und Treibstoff für Modellfahrzeuge gelagert. Von der Feuerwehr konnte jedoch der Brand rechtzeitig gelöscht werden.
Bürgermeister Scheider dankte allen Lebensrettern für ihren Einsatz recht herzlich und betonte, dass Zivilcourage in Zeiten wie diesen nicht selbstverständlich ist. Er überreichte an die vier Lebensretter das „Ehrenzeichen in Gold für Verdienste im Rettungswesen“.

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