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Gedenken an KZ-Befreiung

(06.05.2013)
In Klagenfurts Partnerstadt Dachau fand am Wochenende der 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers statt.
An der Gedenkveranstaltung nahmen aus Klagenfurt Bürgermeister Christian Scheider, Gemeinderätin Mag. Sieglinde Trannacher und Altbürgermeister Leopold Guggenberger, der Gründungsvater der Städtepartnerschaft, daran teil. In Dachau bei München ließ der damalige Reichsführer-SS Heinrich Himmler 1933 das erste KZ der SS errichten. Das KZ bestand zwölf Jahre, vor allem politische Gefangene wurden hier inhaftiert. Die SS schuf in dem Lager einen „Staat im Staat“, unterdrückte und ermordete politische Gegner. Dachau wurde zu Propagandazwecken als Vorzeigelager und zur Abschreckung politisch Andersdenkender präsentiert. Wie nach der Befreiung durch die US-Armee am 29. April 1945 festgestellt wurde, war Dachau kein Vernichtungslager, doch in keinem anderen KZ der Nazis geschahen so viele politische Morde wie hier.

 

In der „Schule der Gewalt“ für die Männer der SS, die hier für ihren Einsatz in den anderen Lagern geschult wurden, waren samt den Außenlagern rund 200.000 Menschen inhaftiert. Rund 42.500 Menschen wurden hier ermordet.

 

Seit Mai 1965 befindet sich auf dem Gelände eine Gedächtnisstätte. Alljährlich wird hier der Befreiung des Lagers gedacht. Eingeleitet wurde die Gedenkfeier, zu der Dachaus Bürgermeister Peter Bürgel auch seinen Klagenfurter Amtskollegen Christian Scheider und Gemeinderätin Mag. Sieglinde Trannacher begrüßen konnte, mit einem Festakt der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern. Dem folgte nach einer Kranzniederlegung beim Mahnmal des unbekannten Hälftlings  die Gedenkveranstaltung des Internationalen Lagerkomitees Dachau. Bei allen Ansprachen gab es scharfe Worte gegen den steigenden Rechtsradikalismus in Deutschland und die Aufforderung an die Politik und den Verfassungsschutz, mit allen Mitteln gegen die rechte Szene, gegen Neonazis und gegen Parteien, die dieses Umfeld noch fördern, vorzugehen.

 

Die Gedenkveranstaltung endete mit einer Kranzniederlegung vor dem Internationalen Mahnmal. Auch Bürgermeister Scheider legte für die Stadt Klagenfurt einen Kranz nieder.

 

Für den Klagenfurter Bürgermeister sind Veranstaltungen und Initiativen, die vor dem Grauen des Krieges mahnen, wichtig. Auch die Aktion „Stolpersteine“ in Klagenfurt gehört etwa dazu.

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