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KZ-Überlebender zu Besuch

(08.05.2013)
Seine Lebensgeschichte macht betroffen. Marko M. Feingold hat vier Konzentrationslager überlebt. Diese Woche las er in Klagenfurt.
„Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh“ so der Titel seines Buches, aus dem Marko M. Feingold im Musil Institut las. Feingold leitet seit 1979 die Israelitische Kultusgemeinde der Stadt Salzburg.

Zuvor besuchte Feingold auch Bürgermeister Christian Scheider im Klagenfurter Rathaus. Dabei wurde auch über das Gedenkprojekt, das alljährlich in Auschwitz mit Schülergruppen aus ganz Österreich stattfindet, gesprochen. Von Feingold wurde dazu nun auch eine Gruppe aus Klagenfurt eingeladen. Bürgermeister Scheider wird dieses Projekt vorantreiben und mit Klagenfurter Schulen Kontakt aufnehmen.

Im Rathaus berichtete Feingold auch über seinen Leidensweg. In Wien aufgewachsen war er nach der Lehre als Handelsreisender tätig. 1939 wurde Feingold nach einer vergeblichen Flucht vor den Nazis in Prag verhaftet und nach Auschwitz gebracht. Später wurde er in die Konzentrationslager Neuengamme, Dachau und Buchenwald verlegt.

Nach der Befreiung gelangte er nach Salzburg. Hier leitete er eine Verpflegungsstätte für politisch Verfolgte. Durch sein Engagement gelang unzähligen KZ-Überlebenden die Flucht nach Palästina.

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