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Neu: Humbert-Fink-Literaturpreis

(20.11.2013)
2014 wird von der Landeshauptstadt Klagenfurt erstmals der Humbert-Fink-Literaturpreis vergeben!
Die Landeshauptstadt Klagenfurt erweitert ihr Förderangebot für zeitgenössische Literatur und vergibt ab dem Jahre 2014 den neu ins Leben gerufenen Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt. Der Preis wird, alternierend mit dem von der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten verliehenen Gert-Jonke-Literaturpreis alle zwei Jahre seitens der Stadt ausgerichtet und ist mit 12.000 Euro dotiert.

Für Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer ist der Ruf Klagenfurts eng mit Literatur verbunden, deshalb soll auch der Boden für heimische Schriftsteller weiter aufbereitet werden: „Die Förderung von zeitgenössischer Literatur ist mir ein großes Anliegen, sind doch unsere Literaten wichtige Botschafter über die Grenzen Kärntens hinaus. Mit dem Preis erweisen wir auch Humbert Fink, einem für Kärnten bedeutenden Schriftsteller, Kulturpublizisten und dem Initiator des für Klagenfurt mittlerweile so Image stiftenden Bachmannpreises, die Ehre.“
Der Humbert-Fink-Literaturpreis der Landeshauptstadt Klagenfurt wird an Autoren und Autorinnen, die aus Kärnten stammen und sich über einen längeren Zeitraum hinweg durch ihr literarisches Engagement in der Kärntner Literaturlandschaft einen Namen gemacht haben, vergeben. Er richtet sich an Autoren und Autorinnen, die in deutscher und/oder slowenischer Sprache publizieren. Im Vordergrund steht der Aspekt der sprachkünstlerischen Qualität der Texte.
Der Literaturpreis der Landeshauptstadt Klagenfurt ist, was die Dichtungsgattungen betrifft, keinen Einschränkungen unterworfen und an keine Altersklausel gebunden.

Der Kulturreferent bestellt auf den zwischen Kulturamtsleitung und Leitung des Robert Musil Literatur Museums akkordierten Vorschlag pro Preisvergabe zwei Juroren, denen die Auswahl des Preisträgers bzw. der Preisträgerin obliegt. Die beiden Juroren entscheiden unter ausschließlicher Beachtung qualitativer Kriterien ohne Rücksicht auf persönliche Kontakte oder Beziehungen und legen eine schriftliche Begründung ihrer Wahl vor. Die Preisträger und Preisträgerinnen haben die oben genannten Kriterien zu erfüllen. Erstes Jurorenpaar wird der in Klagenfurt lebende Büchner-Preisträger, der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler und die Schriftstellerin und Bachmannpreisträgerin Maja Haderlap sein. Winkler ist ein profunder Kenner des literarischen Geschehens im deutschen Sprachraum und ihm liegt, nicht zuletzt in seiner Funktion als Präsident des österreichischen Kunstsenats, die Förderung heimischer Autoren am Herzen. Maja Haderlap ist eine langjährig im Literaturbetrieb tätige, engagierte Vertreterin des zweisprachigen Kärnten und Kennerin der slowenischsprachigen Literaturszene des Landes.

Für MMag. Manuela Tertschnig, Leiterin der Kulturabteilung Klagenfurt ist unter anderem die Zweisprachigkeit ein wichtiges Kriterium: „Preise, Stipendien, Arbeitsaufenthalte und sinnvolle Ankäufe halte ich für die beste und auch transparenteste Form der Kulturförderung. Dieser Literaturpreis ist ein weiteres Zeichen der Wertschätzung unserer Kärntner und Klagenfurter Autoren und Autorinnen beider Landessprachen, die über Jahre beachtliche literarische Qualität produzieren, sich immer wieder kritisch zu Wort melden und für die Kunst einsetzen. In vielen Gesprächen mit Josef Winkler haben wir die Richtlinien für den neuen Literaturpreis erarbeitet, konnten dann Frau Haderlap für die Jury gewinnen und sind schon gespannt auf die erste Nennung.“

Der jeweilige Preisträger/die jeweilige Preisträgerin wird im Rahmen der Preisverleihung eine Auswahl seiner/ihrer Texte präsentieren. Die jeweiligen Juroren fungieren als Laudatoren bei der Preisverleihung, die erstmals Anfang Juni 2014 im Robert Musil Literatur Museum stattfindet. Veranstalter ist die Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt.

Ulrike Fink erachtet die inhaltliche Ausrichtung des Preises sowie die Jurybesetzung für die beiden ersten Preisvergaben ganz im Sinne von Humbert Fink: „Mein verstorbener Mann hat sich unermüdlich bemüht, Kärntner Autorinnen und Autoren zu fördern und diese haben sich auch sehr oft vertrauensvoll an ihn gewandt. Unermüdlich hat er in Wort und Schrift - als es noch keineswegs opportun war – den ungeheuren Reichtum betont, welchen Kärnten mit seinen zwei Landessprachen, mit seinen Deutsch sprechenden und Slowenisch sprechenden Menschen, besitzt. Der Stadt Klagenfurt war er voll Respekt dankbar für das Vertrauen, das sie in die Bedeutung und Förderungsnotwendigkeit von Literatur gehabt hat. Maja Haderlap entspricht in jederlei Hinsicht Humbert Finks Vorstellung von einer Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin. Und Josef Winkler hat er schon vor jeder Veröffentlichung als Genie bezeichnet. Dieser Preis ist im Sinn von Humbert Fink.“

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