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Gemeinsam für den Airport

(17.10.2013)
Die Zukunft des Flughafens Klagenfurt steht auf dem Spiel. Stadt, Land und Unternehmer machen sich nun gemeinsam dafür stark.
„So kann es nicht weitergehen, klare Worte sind jetzt notwendig“, so brachte es Bürgermeister Christian Scheider Donnerstag auf den Punkt. Scheider meinte damit eine Aussage vom Landeshauptmann, der sich auch eine Schließung des Flughafens vorstellen kann. „Wir sind eine Drehscheibe der Alpen-Adria-Region und wir dürfen daraus keine Randlage machen“, sagte Scheider, der gemeinsam mit Landesrat Mag. Christian Ragger und Vizebürgermeister Albert Gunzer die Plattform „Rettet den Airport“ präsentierte, der auch zahlreiche Unternehmer, Wirtschaftstreibende und Vertreter anderer Parteien angehören.

 

In der letzten Sitzung des Stadtsenates wurde bereits eine Resolution an die Landesregierung verabschiedet, die mehrere Forderungen enthielt. U. a. auch die dringende Inangriffnahme der notwendigen Rollbahn¬sanierung, die Ausarbeitung von Maßnahmen zur Sicherung und Erhaltung des Flughafens sowie die Beauftragung der Kärnten Werbung für eine bessere Positionierung der Destination Klagenfurt.

 

Um nun ein klares Zeichen zu setzen gibt es eine Unterschriftenaktion und eine Facebook-Gruppe mit dem Ziel, Klagenfurt nicht auf dem Luftwege abzuschneiden.

 

Auch von Landesrat Mag. Christian Ragger wird eine Schließung entschieden abgelehnt. Wie Ragger ausführte müsse die Landebahn bis 2015 unbedingt saniert werden, da es sonst keine Abnahme durch die Behörde gäbe und Klagenfurt von der EU-Flughafen-Landkarte verschwinden würde. „Eine Sondersitzung des Landtages wird beantragt, das für die Pistensanierung notwendige Geld könnte aus Mitteln des Zukunftsfonds kommen“, sagte Ragger.

 

„Wir sollten lieber nachdenken, wie wir den Airport ausbauen und nicht schließen können“, merkte Vizebürgermeister Albert Gunzer an. Für den Wirtschaftsreferenten ist es unvorstellbar, dass ein bedeutender Wirtschaftsstandort wie Klagenfurt ohne Flughafen dastehen soll. „Die Stadt ist mit 20 Prozent an der Flughafengesellschaft beteiligt, wir werden unseren Anteil für die Rollbahnsanierung selbstverständlich bereit stellen“, so Gunzer, der auch anführte, dass es sich hier um eine Investition mit Nachhaltigkeit handelt.

 

Ebenfalls klare Bekenntnisse für den Flughafen kamen von Dr. Hartmut Prasch als Tourismussprecher des Team Stronach, Dr. Andrea Springer (Springer Reisen), Helvig Kanduth (Hotel Sandwirth), Klaus Hermetter (Niederlassungsleiter Schenker), Mag. Maximilian Egger (Bad Kleinkirchheim Tourismus) und Dr. Andreas Skorianz, der für die Stadt im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft sitzt.

 

Für Flughafenchef Mag. Max Schintlmeister hat der Airport Klagenfurt eine klare Existenzberechtigung. „Es gibt im Umfeld zwar Graz und Laibach, dass sind aber auch keine Vollanbieter“, so Schintlmeister. „Fliegt’s von eurem Flughafen“ appellierte Schintlmeister an alle Kärntner. Mit  Wien hat man eine Verbindung zu einem Drehkreuz, von dem man in die ganze Welt kommt. Und German Wings bietet zwei neue Verbindung nach Hamburg und Berlin an.

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