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Ein Jahr Ordnungsamt

(04.12.2014)
Vor einem Jahr wurde in Klagenfurt das Ordnungsamt installiert. Nun konnten die Verantwortlichen eine positive Bilanz ziehen
Im Vorfeld gab es einige Kritik, doch diese ist nach Einführung des Ordnungsamtes im Dezember 2013 bald verstummt. Nach einem Jahr haben nun Bürgermeister Christian Scheider und Vizebürgermeister Wolfgang Germ Bilanz gezogen. Eine positive Bilanz sowohl was das Aufgabengebiet der Ordnungsamt-Mitarbeiter als auch die Akzeptanz durch und das verstärkte Sicherheitsgefühl der Bevölkerung betrifft. „Das Klagenfurter Ordnungsamt ist eine runde Sache geworden“, brachte es Vizebürgermeister Germ auf den Punkt.

 

Das Büro des Ordnungsamtes befindet sich am Kinoplatz in St. Ruprecht. Aus der einstigen Problemzone ist innerhalb eines Jahres ein ruhiger Ort mit Schanigärten geworden. „Die Standortwahl war richtig“, so Mag. Wilfried Kammerer, Chef des Ordnungsamtes, der auch einige Zahlen aus der Jahresbilanz präsentierte. So gab es vom 12-köpfigen Team 537 Abmahnungen, 1554 Kontrollgänge, 76 Hilfeleistungen und 266 Aufklärungsgespräche. Außerdem wurden nach der Straßenverkehrs¬ordnung 8.100 Organstrafmandate ausgestellt. Vom Ordnungsamt werden bekanntlich die nichtgebührenpflichtigen Kurzparkzonen überwacht. 526 Strafmandate gab es aufgrund Verletzungen nach der Gemeindeordnung, also z. B. Lärmerregungen, Anstandsverletzungen oder Nichtanleinen von Hunden. „Wir sind aber trotzdem keine Abstraftruppe, sondern sehen uns als mobiles Bürgerservice“, so Mag. Kammerer.

 

Froh ist Mag. Kammerer über die Akzeptanz seiner Mitarbeiter von Seiten der Bevölkerung und über die gute Zusammenarbeit mit der Exekutive und der Bergwacht. „Mit den Aufgaben sind wir jetzt mit diesem Team aber am Limit“, so Kammerer.

 

Wie dazu Vizebürgermeister Germ betonte, wird man sich eine Aufstockung des Personalstandes überlegen müssen, sechs zusätzliche Mitarbeiter wären ideal. Zusätzliche Personalkosten fallen keine an, da so wie beim bisherigen Team die Dienstposten magistratsintern ausgeschrieben wurden.

 

„Mit dem Ordnungsamt konnten wir jedenfalls in Klagenfurt ein Sicherheitsdefizit beseitigen, das durch Einsparungen und Aufgabenumschichtungen bei der Polizei entstanden ist“, sagte Bürgermeister Scheider, der betonte, dass die Menschen nun wieder das Gefühl haben, ihre Probleme werden gelöst.

 

Gelöst wurde übrigens auch die in der Vergangenheit doch etwas eingeschränkte Mobilität der Mitarbeiter. Seit kurzem steht ein E-Mobil zur Verfügung, ein Zweites folgt Ende Jänner. Die beiden Fahrzeuge sind geleast und ideal für den Stadtverkehr. Unterwegs ist man aber auch in den Bussen der Stadtwerke. Nicht nur, um in die Außenbezirke zu gelangen und auch dort Kontrollgänge zu tätigen, sondern auch um das Sicherheitsgefühl in den Bussen zu stärken. Und neu angeschafft wurden nun auch Funkgeräte, um schneller und vor allem im Team kommunizieren zu können. Diese Kosten beliefen sich auf 11.000 Euro.

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