Zum Inhaltsbereich springen

Humbert Fink-Literaturpreis für Antonio Fian

(03.06.2014)
In festlicher Atmosphäre und vor zahlreichem Publikum wurde die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung zum ersten Mal vergeben! 
Die häufig gestellte Frage, ob Autorinnen und Autoren in ihrer Heimat entsprechend gewürdigt werden, kann in Klagenfurt eindeutig positiv beantwortet werden. Neben dem Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis, der von der Landeshauptstadt Klagenfurt mit 25.000 Euro dotiert wird, vergibt die Stadt – alternierend zum Gert Jonke-Literaturpreis, der mit 15.000 Euro dotiert ist – nun auch einen mit 12.000 Euro dotierten Literaturpreis in Erinnerung an den Schriftsteller, Publizisten und Bachmannpreis-Mitbegründer Humbert Fink. Am 2. Juni wurde die Auszeichnung zum ersten Mal vergeben – als Preisträger wurde der aus Kärnten stammende, in Wien lebende Schriftsteller Antonio Fian gekürt.

Für Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer war es „eine große Ehre, einem Exil-Kärntner, der sich durch vielbeachtete publizistische und literarische Statements einen Namen gemacht hat, als ersten hier in Klagenfurt diese Auszeichnung überreichen zu dürfen“. Auch Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz gratulierte dem Premierenpreisträger sehr herzlich. Der Kulturreferent wies in seiner Gratulationsrede auf die zahlreichen Aktivitäten hin, die Klagenfurt setzt, und sich im deutschsprachigen Raum als Literaturhauptstadt positioniert hat. „Wir investieren überlegt und nachhaltig um die weitere Entwicklung der Literaturlandschaft in Klagenfurt zu unterstützen“, so Gunzer, der unter anderem literarische Veranstaltungen rund um den Bachmannpreis, den renommierten Klagenfurter Literaturkurs, den Ausbau des Musilmuseums sowie das wieder eingeführte Stadtschreieberstipendium hervor hob.

„Für die Nominierung des Humbert Fink-Preisträgers konnten mit der Bachmannpreisträgerin und prominentesten Vertreterin der zweisprachigen Literatur in Kärnten, Maja Haderlap, und mit Büchner-Preisträger Josef Winkler zwei namhafte Juroren gewonnen werden“, freut sich Kulturabteilungsleiterin MMag. Manuela Tertschnig. In seiner Laudatio ging Juror Josef Winkler auf die Werke Fians ein und verabsäumte es nicht, erneut eine Klagenfurter Stadtbibliothek zu fordern. Anschließend las der Preisträger einige seiner Kurztexte.

Der in Spittal an der Drau als Sohn einer Kaufmannsfamilie aufgewachsene und in Wien lebende Autor Antonio Fian veröffentlichte bisher 16 Bücher: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays und Dramolette.
Einige seiner berühmten Minidramen werden derzeit vom „klagenfurter ensemble“ unter dem Titel „Stille im Dramolettenwald“ im „TheaterHalle 11“ auf dem Klagenfurter Messegelände aufgeführt (noch zu sehen am 5., 6., 7., 11., 12., 13. und 14. Juni – www.klagenfurterensemble.at )

Unter den zahlreichen Festgästen waren u.a. Ulrike Fink, die Witwe Humbert Finks mit Sohn Gregor, Musil-Institutsleiter Dr. Klaus Amann, Musilmuseumsleiter und Literaturkurs-Organisator Dr. Heimo Strempfl, Mag. Gerhard Lehner, Leiter des „klagenfurter ensembles“, Dompfarrer Dr. Peter Allmaier, die bildende Künstlerin und Bühnenbildnerin Bella Ban, Bachmannpreis-Koordinator Horst L. Ebner und viele andere.

 

Scrolle nach oben