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Musilmedaille für Univ.Prof.Dr. Klaus Amann

(25.06.2014)
Die Landeshauptstadt Klagenfurt ehrt mit Dr. Klaus Amann eine im literarischen Leben des Landes herausragende Persönlichkeit.
„Es ist so viel gleichzeitig Tüchtiges und Treffliches auf der Welt, aber es berührt sich nicht“ zitierte Univ.Prof. Dr. Klaus Amann, Leiter des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung der Universität Klagenfurt und Leiter des Kärntner heute, Mittwoch, Vormittag im Gemeinderatssaal im Klagenfurter Rathaus aus Goethes „Maximen und Reflexionen“. Und manchmal, so Prof. Dr. Amann, trifft sich das Tüchtige und Treffliche eben doch. Zum Beispiel bei der Realisierung des Klagenfurter Literaturhauses im Geburtshaus von Robert Musil, der digitalisierten Musil-Edition oder eben des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung. - An allen diesen literaturwissenschaftlichen Großprojekten war Dr. Klaus Amann Initiator und treibende Kraft.
Für für seine Verdienste und Leistungen um Robert Musil sowie aus Anlass seines Übertrittes in den wohlverdienten Ruhestand wurde Universitätsprofessor Dr. Klaus Amann heute Vormittag die Robert Musil-Medaille der Landeshauptstadt Klagenfurt verliehen.

Bürgermeister Christian Scheider würdigte beim Festakt im Klagenfurter Rathaus die prägende Arbeit Amanns im kulturellen Bereich, die weit über die Grenzen des Landes hinaus anerkannt ist. „Wir haben mit Ihnen einen würdigen Träger der Musilmedaille“, so der Bürgermeister.
Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer sah die Ehrung für Prof. Amann mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ein Freudentag, weil Ihnen heute diese große Ehrung zuteil wird. Zugleich ist es für mich als Kulturreferent auch mit ein wenig Traurigkeit verbunden, weil die Ehrung auch im Zusammenhang mit ihrem bevorstehenden Ruhestand steht. Mit Ihnen geht der Literaturlandschaft des Landes eine wichtige Persönlichkeit verloren“.

Laudator Univ. Prof. Dr. Albert Berger, ehemaliger Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und persönlicher Freund Amanns, hob in seiner Rede die zahlreichen Leistungen des Ausgezeichneten hervor und gab einen kurzen Abriss über ihre teils parallel laufenden beruflichen Verbindungen. Bei Berger besuchte Klaus Amann die Einführungsvorlesung im Germanistikstudium an der Universität Wien. Als späterer Rektor der Universität Klagenfurt initiierte Dr. Berger die Gründung des Robert Musil-Instituts für Literaturforschung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, dessen Leiter Dr. Amann seit 1994 war, beim Bundesministerium.

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Die Robert Musil Medaille wird an verdienstvolle Personen um Robert Musil verliehen, dabei haben das Vorschlagsrecht für die Verleihung stets ehemalige Preisträger.
Univ.-Prof. Dr. Klaus Amann, ist seit dem Jahr 1994 Leiter des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung und tritt mit 1. Oktober 2014 in den Ruhestand.
Geboren wurde Dr. Klaus Amann 1949 in Mittelberg in Vorarlberg, studierte von 1971 bis 1976 Germanistik und Anglistik an der Universität Wien und habilitierte 1986 an der Universität Klagenfurt zum Thema „Der Anschluss österreichischer Schriftsteller an das Dritte Reich“.
Klaus Amann ist unter anderem auch Präsident der Internationalen Robert Musil Gesellschaft, Fachbeiratsvorsitzender für Literatur des Kärntner Kulturgremiums sowie Präsident der Internationalen Erich Fried Gesellschaft. Darüber hinaus verfasste Amann zahlreiche Bücher und Publikationen. Weiters ist Prof. Amann Mitherausgeber der kommentierten digitalen Gesamtausgabe von Robert Musil sowie Präsident der Internationalen Robert Musil-Gesellschaft.


 

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