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Humbert-Fink-Literaturpreis 2014

(03.03.2014)
Antonio Fian ist erster Humbert-Fink-Literaturpreisträger der Landeshauptstadt Klagenfurt. Juroren waren Maja Haderlap u. Josef Winkler
Der in Spittal an der Drau als Sohn einer Kaufmannsfamilie aufgewachsene und in Wien lebende Antonio Fian erhält für sein literarisches Gesamtwerk den ersten, von der Stadt Klagenfurt gestifteten, Humbert Fink-Literaturpreis in Höhe von 12.000 Euro.
Der Preisträger wird im Rahmen eines Festaktes, der von der Abteilung Kultur veranstaltet wird, am 2. Juni 2014 im Robert Musil Literatur Museum eine Auswahl seiner Texte präsentieren. Die beiden Juroren Maja Haderlap und Josef Winkler fungieren als Laudatoren.

Antonio Fian, 1956 in Klagenfurt geboren, veröffentlichte bisher 16 Bücher: Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays und Dramolette. Bereits als Jugendlicher gab Antonio Fian mit seinem Freund Wolfgang Kobal die Literaturzeitschrift „Fettfleck“ heraus, die er mit der betriebseigenen Kleinoffsetmaschine der Firma „Feinkost Fian“ in Spittal an der Drau produzierte und in der er auch frühe Texte von Werner Kofler veröffentlichte, seinem  Vorbild und Lehrer, wie er ihn dann und wann bitterernst und bitterironisch nennt. Mit seinen einzigartigen, oft gefürchteten mit scharfen Feinkost-Wortklingen geführten Dramoletten und Mikrodramen, die auch auf prominenten Bühnen aufgeführt wurden, wurde Antonio Fian im ganzen deutschen Sprachraum bekannt. Erst vor wenigen Wochen erschien sein jetzt schon vielbeachteter Roman „Das Polykrates-Syndrom“ (Jury-Statement).

Der Humbert-Fink-Literaturpreis der Landeshauptstadt Klagenfurt wird alle zwei Jahre, alternierend mit dem Gert-Jonke-Literaturpreis, verliehen. Er richtet sich an Autorinnen und Autoren, die aus Kärnten stammen, sich über einen längeren Zeitraum hinweg durch ihr literarisches Engagement einen Namen gemacht haben und in deutscher und/oder slowenischer Sprache publizieren. Im Vordergrund steht der Aspekt der sprachkünstlerischen Qualität der Texte. Der Preis ist, was Dichtungsgattungen betrifft, keinen Einschränkungen unterworfen und an keine Altersklausel gebunden.

Der Kulturreferent bestellt auf den zwischen Kulturamtsleitung und Leitung des Robert Musil Literatur Museums akkordierten Vorschlag pro Preisvergabe zwei Juroren, welchen die Auswahl des Preisträgers/der Preisträgerin obliegt. Die beiden Juroren entscheiden unter ausschließlicher Beachtung qualitativer Kriterien ohne Rücksicht auf persönliche Kontakte oder Beziehungen und legen eine schriftliche Begründung ihrer Wahl vor. Die Preisträger haben die oben genannten Kriterien zu erfüllen.

Erstes Jurorenpaar waren der in Klagenfurt lebende Büchner-Preisträger Josef Winkler und die Bachmannpreisträgerin Maja Haderlap. Winkler ist ein profunder Kenner des literarischen Geschehens im deutschen Sprachraum und ihm liegt, nicht zuletzt in seiner Funktion als Präsident des österreichischen Kunstsenats, die Förderung heimischer Autoren am Herzen. Maja Haderlap ist eine langjährig im Literaturbetrieb tätige, engagierte Vertreterin des zweisprachigen Kärnten und Kennerin der slowenischsprachigen Literaturszene des Landes.
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