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Nein zu Bettlerherberge

(25.03.2014)
Ein klares „Nein“ gibt es von der Stadt zu der von der Caritas geplanten Bettlerherberge im Osten von Klagenfurt.
Die Wogen wegen der von der Caritas geplanten Bettlerherberge in St. Jakob an der Straße gingen in den letzten Tagen hoch. Anrainer liefen dagegen Sturm und auch Bürgermeister Christian Scheider stellte sich – unterstützt von der Polizei – entschieden gegen das Projekt. Dienstag erklärten Stadt, Polizei und Anrainer im Rathaus ihre Bedenken.

 

„Probleme mit Bettlern aus dem ehemaligen Osten gibt es in allen größeren Städten in Österreich“, räumte Bürgermeister Scheider ein. In Klagenfurt hat man das aber relativ gut im Griff. „Dank der guten Zusammenarbeit von Behörde und Polizei“, so Scheider. So wurde erst jüngst gemeinsam wieder ein Bettlerlager in der Leutschacher Straße geräumt.

 

Für den Bürgermeister ist jetzt die überfallsartige Aktion der Caritas unverständlich. „Klagenfurt hat ein engmaschiges soziales Netz, jeder, der Hilfe sucht, bekommt diese auch“, sagte Scheider, der allerdings weiter betonte, dass die Bettler diese Hilfe nicht wollen und bisher auch nicht in Anspruch genommen haben. „Weil organisierte kriminelle Machenschaften dahinter stecken“, sagte Scheider.

 

Da die Caritas das betreffende Gebäude aber angeblich gekauft hat und den Plan nun aber nicht umsetzen kann, präsentierte der Bürgermeister eine andere Idee. „Die Caritas kann hier jungen Langzeitarbeitslosen eine Chance geben und ein sozialökonomisches Gärtnereiprojekt starten, das wir auch unterstützen würden“, betonte der Bürgermeister. Das wäre auch widmungskonform.

 

Denn für eine Beherbergung gibt es für das Gebäude keine Widmung. Das stellt Mag. Karin Zarikian von der Baubehörde klar. „Die Flächenwidmung lautet auf Grünland/Gärtnerei“, so die Abteilungsleiterin.

 

Gegen das Projekt meldeten sich auch einige Anrainer zu Wort. Bekrittelt wurde vor allem, dass im Vorfeld kein Mensch eingeweiht wurde und die Caritas – entgegen den Aussagen des Landesleiters – die Anrainer vor vollendete Tatsachen stellte.

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