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Energiewende Klagenfurt

(15.09.2014)
Mit dem EU-Projekt SEAP_Alps arbeitet die Stadt Klagenfurt an einem nachhaltigen Energieaktionsplan.
Mit dem EU-Projekt SEAP_Alps (Sustainable Energie Action Plan) erarbeitet die Stadt Klagenfurt einen Energieaktionsplan, um nachhaltig erneuerbare Energien effizient zu nützen. Die neue Umweltförderung für Privatpersonen fließt in das Maßnahmenpaket mit ein.

„Der Schutz unseres Klimas, speziell in den Alpen, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen die Zukunft nachhaltig und energieeffizient gestalten“, sagt Klagenfurt Umweltreferentin Stadträtin Mag. Andrea Wulz bei einer Pressekonferenz zum Thema „Energiewende Klagenfurt“. Mit diversen Maßnahmen (u.a. Feinstaubreduzierung, das Projekt CEMOBIL zur Förderung der Mobilität) hat Klagenfurt bereits eine Vorreiterrolle übernommen. Das EU-Projekt SEAP_Alps trägt ebenfalls dazu bei.

EU-Projekt SEAP_Alps

SEAP_Alps wurde im Jahr 2011 im Stadtsenat beschlossen. Ziel und Aufgabe ist es, ein nachhaltiges Energiekonzept für Klagenfurt zu erstellen und umzusetzen – konkret heißt das: Bis zum Jahr 2020 sollen 20 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. „Laut Berechnungen wird Klagenfurt sogar 51 Prozent einsparen können, was weit über dem vorgegebenen Wert liegt“, erklärt Dr. Wolfgang Hafner. Eine Maßnahme zur CO2-Reduktion betrifft u.a. den Stromeinkauf – der soll zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Eine Schritt, der von den Stadtwerken Klagenfurt bereits umgesetzt wurde! „Jeder Strom, der aus einer Steckdose der Stadtwerke kommt, stammt bereits zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien“, informiert Dr. Hafner.
Weitere Ziele, die bis 2020 erreicht werden müssen:
- Umstellung der Fernwärmeerzeugung auf erneuerbare Energien
- Forcierung der Gebäudesanierung (13 Prozent weniger Energieverbrauch, 30 Prozent weniger Energiebedarf)
- Mobilität: Forcierung der Elektromobilität, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren etc. – Klagenfurt hat in diesem Bereich schon gut vorgelegt – „rund 51 Prozent der Wege werden bereits zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt“, erklärt DI Bernhard Reinitzhuber, Energieplaner der Abteilung Umweltschutz.

Klimawandelanpassung

Der Klimawandel ist im Gange und lässt sich nicht mehr aufhalten – soviel steht fest. Dass sich Städte dem Klimawandel anpassen, ihn sogar positiv für sich nützen können, ist vielen nicht bekannt. Der Vorteil: Da es wärmer wird, muss im Winter weniger geheizt werden. Der Nachteil: Es muss im Sommer mehr gekühlt werden. „Mehr Kühlung muss aber nicht gleich zu mehr Energieverbrauch führen, durch gezielte Maßnahmen können wir auch hier positiv eingreifen“, erklärt Energieplaner DI Bernhard Reinitzhuber. Vermieden werden muss die Überhitzung von Gebäuden, wenn gekühlt wird, nur mit passiven Kühlsystemen wie z.B. eine Grundwasseranlage. „Klagenfurt hat sehr viel Grundwasser, wir haben die besten Voraussetzungen dafür“, weiß Reinitzhuber.

Die Umstellung auf erneuerbaren Energien bringt Vorteile auf der gesamten Ebene des Umweltschutzes. „Weniger fossile Brennstoffe, bedeutet eine bessere Luftqualität, weniger Lärm etc. was in Summe wiederum die Lebensqualität steigert.“, fasst Dr. Wolfgang Hafner zusammen, der auch betont, dass die Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien im Land bleibt und die Wirtschaft ebenfalls davon profitiert.

Neue Umweltförderung für Privatpersonen

Mit der Energiewende verbunden sind auch die neuen Umweltförderungen der Stadt Klagenfurt zur Heizungsumstellung: Wo früher die Größe einer Heizung entscheidend war, ist heute die Anzahl der darin lebenden Personen ausschlaggebend für die Höhe der Förderung. Weitere Details zu den Umweltförderungen siehe online auf www.klagenfurt.at/umwelt unter „Förderungen“.

Ausführliche Informationen gibt die Abteilung Umweltschutz in den kommenden Tagen auf der Klagenfurter Herbstmesse (vom 17. bis 21. September) in der Messehalle 2, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet.

Weitere Informationen zu SEAP_Alps finden Sie HIER.

Alles zu den Umweltförderungen HIER.

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