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Entgeltanpassung bei Altstoffsammelstellen

(30.12.2015)
Moderate Entgeltanpassung bei der Entsorgung von Bauschutt, Sperrmüll und Grünschnitt sowie bei der Sperrmüllabholung werden in Klagenfurt ab 1. Jänner 2016 durchgeführt.

Um eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung zu erreichen, hat sich die Stadt bekanntlich einen strikten Sparkurs verordnet. Die im Gemeinderat beschlossenen Reformschritte sehen diesbezüglich in der Abteilung Entsorgung ein Potential von jährlich rund 500.000 Euro. „Dabei hat es aber oberste Priorität, die Umsetzung der Einsparung nicht durch eine Gebührenerhöhung, sondern durch eine Anpassung von Entgelten zu erzielen“, informiert Entsorgungsreferent Stadtrat Wolfgang Germ. Daher kommt es bei den zwei Altstoffsammelstellen in Klagenfurt (ASS Nord und ASS Süd) ab 1. Jänner 2016 zu Änderungen.

Bisher konnten Klagenfurter Sperrmüll und Bauschutt kostenlos entsorgen. Künftig wird für Sperrmüll pro Anlieferung in Kleinmengen (PKW, PKW Kombi und Anhänger) und für Bauschutt (Maßbezug ein Schubkarren mit 100 Liter Fassungsvermögen) ein moderates Entgelt von jeweils vier Euro für Klagenfurter bzw. 12 Euro für auswärtige Anlieferer eingehoben. Für größere Mengen Bauschutt wird der doppelte Betrag verrechnet. Grünschnitt in Kleinmengen bis zu 250 kg kostet ab 2016 für Klagenfurter vier Euro und erfolgt wie gewohnt bei der Firma KAB in der Ziegeleistraße.

Änderungen gibt es auch bei der Sperrmüllabholung ab Haus. Statt bisher 46 Euro fallen nun 90 Euro an. „Trotzdem noch ein moderater Preis, wenn man bedenkt, dass die Stadt die Abholung von Sperrmüll rund 350 Euro pro Fuhre kostet“, betont Ing. Karl Weger, Leiter der Abteilung Entsorgung. Außerdem könnten sich mehrere Häuser in Eigeninitiative zusammenschließen, die Sperrmüllabholung gemeinsam nutzen und dadurch Kosten sparen.

Die Entgeltanpassungen 2016 decken sich aber nicht mit dem tatsächlichen Leistungsaufwand, der durch die geleistete Fachentsorgung der städtischen Mitarbeiter entsteht. Die Stadt verzeichnet bei der Entsorgung insgesamt immer noch einen Abgang von rund 600.000 Euro. 3.700 Tonnen Sperrmüll, 3.500 Tonnen Bauschutt und 2.000 Tonnen Grünschnitt werden jährlich bei den beiden Altstoffsammelstellen bzw. der Firma KAB entsorgt. Problemstoffe wie Medikamente, Lacke, Öle oder Reinigungsmittel können genauso wie elektronische Geräte nach wie vor kostenlos entsorgt werden.

„Sollte es durch die Entgeltanpassungen widererwarten zu vermehrten illegalen Müllablagerungen in der Natur kommen, werden wir natürlich sofort entsprechend reagieren. Wir gehen aber nicht davon aus, da in diesen Fällen empfindliche Strafen seitens der Behörden drohen“, stellt Germ klar, der hier die Entwicklung Anfang des Jahres genau beobachten will. Bei den Altstoffsammelstellen bekommt man übrigens künftig dank der Registrierkassenpflicht auch etwas zurück: einen gedruckten Beleg, den jeder Anlieferer mitnehmen muss.

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