Zum Inhaltsbereich springen

Gesundes in Schul-Getränkeautomaten

(02.02.2015)
Fast ausschließlich Getränke mit wenig Zuckergehalt gibt es in den Automaten der Klagenfurter Pflichtschulen. Dafür gab es eine Auszeichnung.

Klagenfurt hat in Sachen Prävention österreichweit Vorreiterstatus. Vor allem im Bereich gesunde Ernährung gibt es zahlreiche Projekte, die vom Präventions-Team der städtischen Gesundheitsabteilung in Kindergärten und Schulen durchgeführt werden. „Mit Prävention kann man nachhaltig den Erhalt der Gesundheit bewirken“, sagt Klagenfurts Gesundheits- und Schulreferentin Vzbgm.in Dr.in Maria-Luise Mathiaschitz. „Es ist uns wichtig, dass von Kindesbeinen an das Bewusstsein für gesunde Ernährung gefördert wird. Durch die kindergerechte Art der Aufklärung und Workshops sowie durch die gute Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt und Schulen ist das in unserer Stadt mit so viel Erfolg möglich“, lobt Mathiaschitz.

Dieser Tage gab es für alle Schulen, die ihre Getränke­automaten entsprechend der Vorgaben des vorsorgemedizinischen Vereins SIPCAN bestückt, eine Auszeichnung. Kriterium ist, dass zumindest 80 Prozent der ange­botenen Limonaden in den Automaten weniger als 7,4 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. „In Klagenfurt sind es erfreulicher­weise sogar 93 Prozent“ sagt Dr. Manuel Schätzer, Ernährungswissen­schaftler des Vereins SIPCAN, von dem auch die Automatenchecks durchgeführt wurden.

Erreicht wurde dieses Ergebnis durch eine Sortimentsumstellung: es werden nun deutlich mehr Wasser, Wasser mit Geschmack und gespritzte Fruchtsäfte angeboten. Lediglich 7 Prozent der angebotenen Limonaden haben einen höheren Zuckeranteil.

„Wir wollen bewusst nicht mit Verboten arbeiten. Im Unterricht wird jedoch viel über gesunde Ernährung gesprochen, in den Klassen werden Workshops zum Thema angeboten, da ist es eine ebenso optimale wie glaubwürdige Ergänzung, wenn auch das Lebensmittelangebot in der Schule den Grundlagen gesunder Ernährung entspricht“, so die Diätologin des Gesundheitsamtes, Dr.in Jutta Hafner-Sorger und Dr. Manuel Schätzer von SIPCOM.

„Die gesündere Wahl zur leichteren Wahl zu machen“ erscheint den Verantwortlichen sinnvoller und zeigt auch entsprechend Wirkung. 1.500 Pflichtschülerinnen und –schüler profitieren von diesem gesundheitsförderlichen Angebot.

Vzbgm.in Dr.in Maria Luise Mathiaschitz dankte allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, sich an der Aktion beteiligt haben – die Umstellung des Getränkeangebotes in den Schulen erfolgte auf freiwilliger Basis.

Neben einer Urkunde gibt es auch eine Art "Gütesiegel"-Sticker, die nun als sichtbares Zeichen für die gebotene Qualität auf die Automaten angebracht werden können.

Informationen zu „SIPCAN – Initiative für ein gesundes Leben“ auf www.sipcan.at


Scrolle nach oben