Zum Inhaltsbereich springen

Bachmannpreis 2015 für Nora Gomringer

(05.07.2015)
Mit ihrem Text "Recherche" gewinnt Nora Gomringer (D/CH) den mit 25.000 Euro dotierten 39. Ingeborg-Bachmann-Preis.

Nora Gomringer ist Schweizerin und Deutsche, Lyrikerin und Poetry Slammerin und leitet das Internationale Künstlerhaus "Villa Concordia", eine Dienststelle des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Mit ihrem Text hat sie bereits am ersten Lesetag für Begeisterung gesorgt. "Recherche" handelt vom Selbstmord eines 13jährigen, vermutlich homosexuellen Buben und einer Frau, die mehr über die Umstände dieses Selbstmordes heraus finden will. 
Nora Gomringer stach auch mit ihrem performativen Vortrag heraus - sie las mit unterschiedlichen Stimmen.

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz überreichte der sichtlich überraschten und gerührten Siegerin Preisurkunde und Blumen, gratulierte sehr herzlich und wünschte Nora Gomringer weiterhin viel Erfolg für die literarische K

Die gebürtige Grazerin Valerie Fritsch hat mit ihrer Vater-Sohn-Geschichte „Das Bein“ die Jury und Publikum gleichermaßen berührt: sie wurde mit dem Kelag-Preis (10.000 Euro) und dem von der BKS gestifteten Publikumspreis (7.000 Euro) ausgezeichnet. In ihrem Text erzählt Valerie Fritsch von einen alten Mann, dessen Bein amputiert werden musste und seinen Sohn, der damit umgehen muss, dass sein Vater bald sterben wird.
Valerie Fritsch las auf Einladung von Juror Klaus Kastberger.

Die in Rumänien geborene, in Zürich lebende Autorin Dana Grigorcea gewinnt den "3sat-Preis" (7.500 Euro). Ihr Text "Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit" zeichnet die Geschichte und die politische Wende Rumäniens aus der Perspektive einer Frau und ihren Kindheitserinnerungen nach.

Der diesjährige Ingeborg Bachmann-Literaturwettbewerb war von durchwegs starken Texten und Vortragsweisen sowie fair-präzisen Jurydiskussionen gekennzeichnet.

Für Klagenfurt und den Bewerb gab es dieses Jahr viele Komplimente, das schönste wohl von Peter Wawerzinek: der Bachmannpreis- und Publikumspreisträger des Jahres 2010 und Klagenfurter Stadtschreiber 2011 hielt dieses Jahr die Eröffnungsrede und bezeichnete Klagenfurt als seine literarische Geburtsstadt. 

Auch Moderator Christian Ankowitsch meine bereits am Eröffnungstag, Klagenfurt sei „unwidersprochender Nabel der literarischen Welt“.

Und Ernst-Willner-Preisträgerin Dana Grigorcea zeigte sich froh und dankbar über die vielen, schönen Begegnungen. In Klagenfurt hätte man, so Grigorcea, „die einmalige Möglichkeit, Leuten zu begegnen, die einen als Schriftstellerin ernst nehmen“.

Alle Jurydiskussionen, Autorenportraits und Lesungs-Videos auf der BACHMANNPREIS-Homepage

Scrolle nach oben