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Klagenfurter Wasser hochwertig

(09.07.2015)
Das Klagenfurter Wasser entspricht so, wie es vom Wasserwerk in die Haushalte kommt, allen Qualitätsansprüchen. Wasseraufbereitungsanlagen können oftmals Gefahren mit sich bringen.

In letzter Zeit gab es oft Meldungen von verunreinigtem Wasser in Wohnsiedlungen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, sind immer Wasseraufbereitungsanlagen, die Hausverwaltungen zum Senken des Härtegrades von Wasser einsetzen, daran schuld. Mangelhafte Wartung und falsche Handhabung solcher Anlagen kann zu Ablagerungen in den Hauswasserleitungen und somit zu Verkeimungen führen. Gesundheitsreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler will nun Hausverwaltungen für dieses Thema sensibilisieren.  

„Der Stadt selbst fehlt es an gesetzlichen Möglichkeiten, daher wollen wir nun all jene, die Wasser weitergeben, an ihre Verantwortung erinnern“, so Pfeiler. Denn laut Gesundheitsministerium ist jemand, der Wasser aufbereitet und weitergibt, der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage und hat im Sinne der Eigenkontrolle die Anlage in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten.   

Dabei ist die Wasseraufbereitung in Klagenfurt gar nicht notwendig! Der Härtegrad des Klagenfurter Wassers beträgt zwischen 16 und 18 Grad, was sowohl für Körper als auch diverse Küchen- oder Heizgeräte kein Problem ist. „Die Härte ist vom Kalzium- und Magnesiumgehalt des Wassers abhängig, beides sind für den Menschen wichtige Mineralstoffe“, so Amtsärztin Dr.in Birgit Trattler.   

In Privathäusern ist jeder für sein Wasser selber verantwortlich, bei Wohnanlagen bringt man über Aufbereitungsanlagen aber Wasser in den Verkehr und ist somit kontrollpflichtig. Das Problem ist nur, dass niemand weiß, wie viele Aufbereitungsanlagen es in den Klagenfurter Wohnsiedlungen gibt. Daher will man auch in der Kärntner Bauordnung in einem Passus auf die Gefahr von Trinkwasserverunreinigungen hinweisen.  

Dass bis zur Hausanlage mit dem Wasser alles in Ordnung ist kann Dr. Gunther Vogl, Direktor des Institutes für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt des Landes Kärnten, bestätigen. „In Klagenfurt wird das Trinkwasser biologisch wöchentlich untersucht, die Entnahme erfolgt an verschiedenen Punkten“, so Dr. Vogl, der noch nie eine Beanstandung hatte. Hat jemand Zweifel an der Wasserqualität in seiner Anlage, vom Institut gibt es auch ein Wasserinfotelefon, das wochentags von 8 bis 12 Uhr unter der Nummer 0664/80536 15258 erreichbar ist.

  Das gesamte Trinkwasser für Klagenfurt kommt übrigens aus drei Gewinnungsanlagen in Wasserschutzgebieten rund um die Stadt (Zwirnawald, Straschitz und Rain). „Das Grundwasser wird direkt in die Leitungen gepumpt und geht so weiter in die Haushalte“, sagt Mag. Erich Plimon von der STW AG – Wassergewinnung. Zusätzlich gibt es noch den Wasserverband St. Veit, vom dem Klagenfurt in Notfällen Wasser beziehen könnte. Dieses Wasser kommt aus Brunnen am Krappfeld. „Rund 20.000 Kubikmeter Wasser wird täglich in Klagenfurt verbraucht, einen Engpass hat es bisher noch nie gegeben“, betont Plimon. Damit alle Haushalte in Klagenfurt über Wasser verfügen sind über 600 Kilometer an Leitungen notwendig.

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