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70 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen

(11.05.2015)
Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann nahmen als Städtepartnerschaftsdelegation an der Befreiungsfeier teil.

Viele tausend Menschen und Delegationen aus der ganzen Welt kamen am Sonntag zu der vom Mauthausen Komitee Österreich organisierten und europaweit größten Gedenk- und Befreiungsfeier in die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Anlässlich des 70-Jahre-Jubiläums nahm auch eine Städtepartnerschaftsdelegationen aus Klagenfurt und Dachau teil. Wie schon bei der Gedenkveranstaltung in Hallein am Freitag, setzten die beiden Städtepartner mit einem vier Meter langen Transparent mit dem Schriftzug "Gemeinsam gegen das Vergessen“ beim großen Gedenkzug ein deutlich sichtbares Zeichen am ehemaligen Ort des NS-Terrors für ein „Niemals wieder“.

Während des Einzuges der Delegationen wurden, untermalt von Chorgesängen, berührende Zeitzeugenberichte von KZ-Häftlingen und Überlebenden verlesen. Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz und Oberbürgermeister Hartmann legten an der Gedenkstätte einen Kranz nieder und gedachten der unzähligen NS-Opfer. Bekanntlich befanden sich auch in Kärnten am Loibl und in Klagenfurt-Lendorf zwei Außenlager des KZ Mauthausen. „Dachau und Klagenfurt pflegen einen offenen und würdevollen Umgang mit ihrer Gedenkkultur. Daher war es uns ein wichtiges Anliegen, als Städtepartner bei den verschiedenen Gedenkfeiern in diesem Jahr gemeinsam teilzunehmen und zusammen ein deutlich sichtbares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen“, so Mathiaschitz und Hartmann.

Im Zuge des 70-Jahre-Jubliäums finden in allen ehemaligen Außenlagern insgesamt rund 60 Gedenkveranstaltungen statt. Laut dem Mauthausen Komitee Österreich werden diese von über 30.000 Menschen besucht. In diesem Jahr widmen sich die Befreiungsfeiern dem Thema „Steinbruch und Zwangsarbeit“. Die Auseinandersetzung mit dieser Zeit und Ideologie ist besonders für jüngere Generationen wertvoll und wichtig. Gerade im Hinblick auf den Gegenwartsbezug. Denn auch heute noch ist die Zwangs- und Sklavenarbeit für Millionen von Menschen weltweit bittere Realität.

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