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Bachmannbewerb startet am 1. Juli

(28.05.2015)
Bachmann-Literaturpreis, der Österreichische Übersetzer-Staatspreis und der Klagenfurter Literaturkurs lenken den Fokus des deutschsprachigen Literaturbetriebes in die Lindwurmstadt.

Die erfreuliche Nachricht für Klagenfurt zuerst: mit Anna Baar und Peter Truschner lesen gleich zwei Klagenfurter Autoren um den 39., von der Landeshauptstadt Klagenfurt gestifteten Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis. Auch die „Rede zur Literatur“ hält ein Autor mit starkem Klagenfurt-Bezug: der aus Berlin stammende Autor Peter Wawerzinek, der im Jahr 2010 den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Publikumspreis gewonnen und im Folgejahr drei Monate als Stadtschreiber in Klagenfurt gelebt und gearbeitet hat.

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz unterstrich in der heutigen Programmpressekonferenz der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ den enormen Stellenwert des Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerbes. Angesprochen auf notwendige Sparmaßnahmen wies Dr. Mathiaschitz zwar auf notwendige Adaptierungen hin: „Das 40jährige Jubiläum des Bewerbes im nächsten Jahr und der 90. Geburtstag, den Namensgeberin Ingeborg Bachmann nächstes Jahr gefeiert hätte, sind uns Ansporn, unseren renommierten Klagenfurter Literaturwettbewerb in der bewährten Qualität zu erhalten“.

ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard dankte der Bürgermeisterin für das positive Zukunftssignal, aber auch den weiteren Sponsoren und Unterstützern wie BKS, Kelag und dem Fernsehsender 3sat, der auch dieses Jahr wieder alle Lesungen, Diskussionen und die Preisverleihung live übertragen wird.

Im heurigen Jahr werden vier statt bisher fünf Preise vergeben:

Der Ingeborg-Bachmann-Preis (25.000 Euro, gestiftet von der Landeshauptstadt Klagenfurt), der Kelag-Preis (10.000 Euro, gestiftet von der Kelag), der Ernst-Willner-Preis (5.000 Euro, gestiftet von 3sat) und der BKS-Publikums-Preis (7.000 Euro, gestiftet von der BSK). 3sat stiftet dieses Jahr den Ernst-Willner-Preis (der sich bisher aus Beigaben von Verlagen zusammen gesetzt hat) anstelle des 3Sat-Preises.

Die hochkarätige Jury hat mit Hubert Winkels einen neuen Vorsitzenden: neu in der Diskussionsrunde sind Stefan Gmünder (Literaturredakteur beim „Standard“), Klaus Kastberger (Literaturkritiker und Professer am Literaturinstitut der Uni Graz) und Sandra Kegel von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Im Vorfeld des Bachmann-Bewerbes findet der renommierte „Klagenfurter Literaturkurs“ im Musilmuseum statt (28. Juni bis 1. Juli), wo junge Autorinnen und Autoren aus dem deutschprachigen Raum mit erfahrenen Schriftstellern wie Ludwig Laher, Friederike Kretzen und Julia Schoch arbeiten und ihre Texte vor qualifiziertem Publikum lesen können.
Schon einige Literaturkurs-Absolventen fanden sich in späterern Jahren unter den Bewerbs-Teilnehmern. Unter anderem war der Bachmannpreisträger des Jahres 2005, Thomas Lang, zuvor Stipendiat des Literaturkurses in Klagenfurt.

Ebenfalls im Vorfeld des Bewerbes findet im Musil-Haus „Translatio“, der Österreichische Staatspreis für literarische Übersetzungen, statt: diesmal werden Erich Hackl (für Übersetzungen spanischer und lateinamerikanischer Literatur) und Alena Bláhová (für Übersetzungen aus dem Französischen und Deutschen ins Tschechische) ausgezeichnet.

Viele Begleitveranstaltungen wie das „Literatur Public Viewing“ im Lendhafen, die Reihe „Literatur after work“ und „LesePlatz“, der Fotowettbewerb „Wort im Bild“ etc. ergänzen die „Tage der deutschsprachigen Literatur“.

Infos auf der - neu gestalteten - Homepage des Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerbes
http://bachmannpreis.orf.at


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