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Bettlerproblematik im Griff

(07.05.2015)
Kontrollen und koordinierte Maßnahmen im Zusammenspiel von Behörde, Ordnungsamt, Polizei und Bergwacht werden nun aufgrund der Aktualität weiter intensiviert.

„Im Vergleich zu anderen österreichischen Städten wie Graz oder Wien haben wir die Lage in Klagenfurt weitestgehend im Griff. Dennoch nehmen wir die Situation mit organisierten Bettlern in der Landeshauptstadt gemeinsam mit unseren Partnern von Polizei und Bergwacht ernst. Wir gehen hier auch mit koordinierten Maßnahmen vor“, berichtet Mag. Wilfried Kammerer, Leiter des Ordnungsamtes. 

So würden etwa bei Kenntnis eines von Bettlern „besetzten“ Gebäudes gemeinsam mit dem Eigentümer, der Behörde und der Polizei eine Wegweisung bzw. Räumung veranlasst. In diesen Fällen seien Stadt und Behörde allerdings oft die Hände gebunden, da für die meist im Privatbesitz befindlichen Liegenschaften die Eigentümer die Verantwortung tragen.

Werden Personen verbotenerweise beim „wilden“ Campieren erwischt, fällt dies in den Zuständigkeitsbereich der Bergwacht. „Auch hier gehen wir vernetzt vor und tauschen Informationen untereinander aus“, so Kammerer. Ein Auge hat das Ordnungsamt gemeinsam mit der Polizei und der ÖBB-Security auch auf den Hauptbahnhof, der sich zu einem zentralen Punkt für Bettler entwickelt hat.

Laufende Kontrollen führt das Ordnungsamt laut Kammerer vor allem im Innenstadtbereich durch: „Aggressives und organisiertes Betteln ist in Klagenfurt verboten. Kommt es zu solchen Fällen, können wir Personen wegweisen und abstrafen, was wir auch so handhaben.“

Aufgrund der Aktualität wurden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes angewiesen, die bekannten Bereiche verstärkt auf aggressives Betteln zu kontrollieren. „Wenn diese Bettler nicht unmittelbar bei einer strafbaren Handlung erwischt werden, sind die Möglichkeiten, die uns das Landessicherheitsgesetz lässt, beschränkt. Wir wollen aber zumindest ‚lästig‘ sein, so dass es den organisierten, kriminellen Bettlern in Klagenfurt mühsam wird und sie möglicherweise das Interesse verlieren“, erklärt Kammerer.

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