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Gedenkfeier in Kaserne

(05.05.2015)
Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz legte bei der Gedenktafel einen Kranz nieder.

Vor 70 Jahren wurde das Mauthausen Außenlager Klagenfurt-Lendorf von den Alliierten befreit. Anlässlich der Militärischen Gedenkveranstaltung am Dienstag dankte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz eingangs in ihren Grußworten Prof. Dr. Peter Gstettner für sein unermüdliches Engagement. In Kooperation mit dem Militärkommando Kärnten konnte dadurch 2007 eine Gedenktafel im Eingangsbereich der Kaserne als wichtiges Zeichen gegen das Vergessen angebracht werden. „Dieser Jahrestag soll vor allem eine Mahnung sein, dass Frieden, Freiheit und Demokratie nichts Selbstverständliches sind, sondern zu jeder Zeit bewusst gepflegt werden müssen“, so Mathiaschitz.

 

Die Landeshauptstadt pflege einen würdevollen und offenen Umgang mit der Geschichte. Dies zeige sich anhand vieler Gedenkinitiativen und dem eigenen Gedenkbeirat unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Gstettner. Mathiaschitz: „Frieden und Freiheit sind ein wichtiges Gut. Tragen wir daher alle gemeinsam dazu bei, dass sich diese unvorstellbaren Gräueltaten gegen die Menschlichkeit nie mehr wiederholen.“

 

Die Bürgermeisterin, die vergangenes Wochenende mit einer Delegation auch an der 70-Jahr-Gedenkfeier in der Klagenfurter Partnerstadt Dachau teilnahm, kündigte für diese Woche eine gemeinsame Aktion gegen das Vergessen an. Mit gemeinsamen Transparenten werden die Städtepartner Dachau und Klagenfurt bei verschiedenen Gedenkveranstaltungen wie am Loibl oder in Mauthausen ein klares Zeichen gegen das Vergessen setzen.

 

Das KZ-Nebenlager Klagenfurt-Lendorf bestand vom 19. November 1943 bis zum 8. Mai 1945. Der letzte Überlebende, Rajmund Pajer, konnte krankheitsbedingt an der Gedenkveranstaltung am Dienstag nicht teilnehmen. In Pajers übermittelten Grußworten, die Prof. Dr. Gstettner vortrug, ging er in bewegenden Worten auf sein Schicksal ein, welches ihn als erst 14jährigen Buben in das KZ Außenlager Lendorf führte. Gstettner präsentierte der Öffentlichkeit nach Pajers versöhnlichen Schlussworten - „lang lebe Österreich!“ - ein bisher noch nicht gezeigtes Portrait des vierjährigen Rajmund Pajer, gemalen vom bekannten Kärntner Künstler Manfred Bockelmann.

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