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Städtepartner bei Gedenkfeier in Hallein

(08.05.2015)
Ein Außenlager des KZ Dachau gab es auch in Hallein. Hier wurde erstmals der Befreiung gedacht.

Dachau und Klagenfurt setzen in der Erinnerungskultur viele gemeinsame Akzente, deshalb reisten zu diesem Anlass die Bürgermeister der beiden Städte, Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und Kai Kühnel an.  

Etwa 140 Außenlager der NS-Konzentrationslager hat es gegeben, die Geschichte vieler ist noch unerforscht. Auch das Lager von Hallein wurde jahrzehntelang verschwiegen. Hier litten die Häftlinge  unter der sadistischen Lagerleitung unvorstellbare Qualen, es wurde gefoltert und gemordet. Am 5. Mai vor 70 Jahren wurde das Lager Hallein befreit. Erst seit 2012 gibt es beim Steinbruch, wo sich das Lager befunden hat, eine Gedenktafel.

Hier legten Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und der Dachauer Bürgermeister Kai Kühnel einen gemeinsamen Kranz nieder auf dessen Schleifen „Städtepartnerschaft Klagenfurt – Dachau gegen das Vergessen“ stand. 
Bei der Kranzniederlegung dabei Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn und der Halleiner Vizebürgermeister Walter Reschreiter, der auch die berührende und beeindruckende erste Gedenkfeier organisierte.

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz bedankte sich mit herzlichen Worten für die Einladung zu dieser ersten Befreiungsfeier in Hallein, die auf dem Gelände der ehemaligen Eugen Grill Werke stattfand. Dr. Mathiaschitz erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass Klagenfurt schon vor mehr als 40 Jahren ein kräftiges Zeichen gegen das Vergessen gesetzt hat und mit Dachau eine Städtepartnerschaft eingegangen ist, was damals keineswegs selbstverständlich war. 
„Ein Leben in Frieden und Freiheit ist ein wichtiges Gut, tragen wir alle dazu bei, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht vergessen werden und sorgen wir dafür, dass sich so etwas nie mehr wiederholt“, appellierte die Klagenfurter Bürgermeisterin in Hallein.
Bürgermeister Kühnel aus Dachau hob die gemeinsame, länderübergreifende Gedenkarbeit mit Klagenfurt hervor und  zeigte sich zufrieden, dass es jetzt überall einen Konsens für die wichtige Erinnerungsarbeit gibt.
Univ.Prof. Dr. Peter Gstettner war ebenfalls in Hallein und ging in seiner Ansprache auf das Thema „Mut zur Erinnerung“ ein.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Chor des BG und BRG Hallein. Die Jugendlichen berührten mit ihrem Vortrag des Dachau Liedes alle Gäste.

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