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40 Jahre Städtepartnerschaft

(11.11.2015)
Die Freundschaft zwischen Klagenfurt und Rzeszow ist eng, die Zusammenarbeit intensiv. Jetzt wurde Partnerschaftsjubiläum gefeiert.

Zum Festakt war aus Polen eine Delegation mit dem Vizepräsidenten der Stadt, Stanisław Sienko und Andrzej Dec, Vorsitzender des Gemeinderates, an der Spitze angereist, wobei auch verschiedenste Wirtschaftsaktivitäten wie ein Besuch im Lakeside Park oder im Photovoltaik-Park der Klagenfurter Firma Petschnig sowie Fachgespräche zum Thema Umweltschutz auf dem Programm standen.
Zur offiziellen Feier im Rathaus konnte Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz zahlreiche Gäste, vor allem viel Jugend begrüßen. Gekommen waren die  7B, 8A und 8B des Europagymnasiums, das seit 1993 eine aktive Schulpartnerschaft mit dem 1. Allgemeinbildenden Lyzeum in Rzeszów hat. „Seit 22 Jahren werden Freundschaften gepflegt und wichtige grenzüberschreitende und zukunftsweisende Projekte verwirklicht. Dafür möchte ich allen beteiligten Direktoren, Professoren und Professorinnen herzlich danken“, sagte die Bürgermeisterin.

Als diese Städtepartnerschaft 1975 abgeschlossen wurde, lag Rzeszów noch hinter dem Eisernen Vorhang und Klagenfurt war eine der wenigen Städte die damals Freundschaften nicht nur über Ländergrenzen hinweg sondern auch in anderen politischen Systemen  schlossen.

„Auf diplomatischer Ebene beschlossen damals die Regierungsspitzen von Polen und Österreich eine Intensivierung der Kontakte durch Gründung einer Städtepartnerschaft“, schilderte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz in ihrer Festansprache die Geschichte der Städtefreundschaft. Eine Klagenfurter Erkundungsfahrt führte nach Rzeszów, in die Hauptstadt des Karpatenvorlandes und 1975 wurde offiziell der Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Es war der Beginn von intensiven Kontakten auf kommunaler, kultureller, sportlicher und schulischer Ebene.

Mit der Gründung der unabhängigen Solidarnosc-Bewegung begann in Polen der Weg zum Fall des Eisernen Vorhangs und Klagenfurt hat seine Partnerstadt auf diesem Weg begleitet und die Rolle des Wegbegleiters übernommen“, stellte die Klagenfurter Bürgermeisterin fest. Sie hob auch „die zukunftsweisende, kluge und über politische Grenzen hinweg wichtige Haltung der Klagenfurter Politiker, insbesonders des damaligen Bürgermeisters Leopold Guggenberger, und den starken Willen der damaligen politischen Führung der Stadt Rzeszów hinter dieser Idee einer Städtepartnerschaft zu stehen und diese auch trotz aller Schwierigkeiten in die Tat umzusetzen“, hervor.

Mit einem großen Kompliment an Klagenfurt begann Vizepräsident Stanisław Sienko seine Festansprache im Gemeinderatssaal des Klagenfurter Rathauses: „Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008, beim Spiel Deutschland – Polen war ich das erste Mal in Klagenfurt und beeindruckt von der Schönheit ihrer Stadt, heute stelle ich fest, Klagenfurt ist inzwischen noch schöner geworden“.

Sienko führte auch einige Beispiele an, dass Rzeszów immer wieder von Klagenfurt lerne. Als der Stadtpräsident vor Jahren die Grünanlagen in der Lindwurmstadt gesehen habe, holte er sofort Mitarbeiter seines Stadt­garten­­amtes nach, es gab intensive Gespräche mit den Klagenfurter Kollegen und heute habe die polnische Partnerstadt eine Reihe schöner Grünanlagen. „Die besten Wünsche für die künftige Entwicklung unserer beiden Städte“ überbrachte der Vizepräsident dann im Namen der gesamten Stadtregierung von Rzeszów.

Für Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz besonders wichtig war die Teilnahme der vielen Schülerinnen und Schüler und der engagierten Professoren und Professorinnen an der Jubiläumsfeier: „Unsere Jugend, die so unvoreingenommen aufeinander zugeht, das Kennenlernen anderer Länder mit ihren eigenständigen Kulturen als Gewinn und Horizonterwei­terung ansieht, in deren Köpfen Grenzen keine Rolle spielen, wird den Gedanken der gelebten Städtepartnerschaften weitertragen. Und darauf bin ich sehr stolz. Es ist ein Auftrag für uns Politiker alles dafür zu tun, damit diese langjährige Städtepartnerschaft auch weiterhin so lebendig bleibt!“

Zum Festakt gekommen waren auch die beiden Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler und Christian Scheider, Stadtrat Frank Frey, Stadträtin Ruth Feistritzer sowie die Gemeinderäte Dr. Gerhard Leitner, Ing. Herbert Taschek und Gemeinderätin Petra Hairitsch, Honorarkonsul Albert Sammer und Bürgermeister a.D. Dkfm. Harald Scheucher.

  Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Chor der 4M der NMS Hasnerschule unter Leitung von Dipl.Päd Ulli Kraßnitzer.

 

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