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Fürsorgebeisetzungen jetzt in Kapellgruft

(28.10.2015)
Am Friedhof Annabichl wird die Erdbestattung bei Fürsorgegräbern durch die Feuerbestattung ersetzt.

Für mittellose Menschen ohne Angehörige übernimmt die Stadt die Bestattungskosten. Bisher wurden für die sogenannten Fürsorgegräber am Friedhof Annabichl Erdbestattungen durchgeführt. Stattdessen erfolgt die Beisetzung künftig in Form von Feuerbestattung. Für die Urnen hat die Stadt auf Initiative von Friedhofsreferent Vizebürgermeister Christian Scheider eine kleine Kapellgruft um rund 14.000 Euro saniert. Am Mittwoch fanden nun am Friedhof Annabichl im Beisein von Pater Anton die ersten Urnenbeisetzungen statt.

„In der Regel ist so eine Kapelle kostenintensiv und bleibt daher oft nur Wohlhabenderen vorbehalten. Durch unsere Kapellgruft mit etwa 2.000 Urnenplätzen sind Arm und Reich jetzt zumindest im Tod gleich“, erklärt Vizebürgermeister Scheider. Es sei auch eine würdige Form der Bestattung und des Gedenkens. „Fürsorgegräber werden nach 10 Jahren aufgelassen. Die Urnen können aber ewig bestehen bleiben“, so Scheider. Letzte Fertigstellungsmaßnahmen an der Kapellgruft, wie ein neuer Außenverputz, sollen noch im Frühjahr erledigt werden.

15 bis 20 Fürsorgebestattungen gibt es im Schnitt pro Jahr in Klagenfurt. „Durch die Urnenbeisetzung fallen für die Stadt die Grabpflegekosten sowie die Öffnung und Schließung der Gräber weg. Pro Beerdigung kann sich die Stadt damit Kosten von rund 200 Euro sparen“, informiert Hans Jürgen Melcher von der Friedhofsverwaltung. In spätestens zehn Jahren wird das „Fürsorgefeld“, also jene Fläche für die Fürsorgegräber mit den einfachen Holzkreuzen, wieder frei sein. „Der Bereich würde sich dann zum Beispiel als Erweiterungsmöglichkeit für die Baumbestattungen eignen, die wir seit kurzem am Friedhof Annabichl anbieten“, so Scheider.

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