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KG/Hort Annabichl stellte Heizung von Öl auf Pellets um

(22.10.2015)
Der KG/Hort Annabichl installierte als 1. Kindergarten in Klagenfurt eine topmoderne Pelletsanlage und setzte damit auch ein starkes Zeichen in Richtung Klimaschutz.

Bis vor kurzem war im Kindergarten/Hort Annabichl eine Ölkesselanlage aus dem Jahre 1995 im Einsatz. Der jährliche Ölverbrauch von 30.000 Litern war enorm und mit einem Alter von 20 Jahren war ein baldiger Kesseltausch absehbar.

Über die Sommermonate wurde der Ölkessel durch eine topmoderne Pelletsanlage ersetzt: Eine Doppelkesselanlage sorgt nunmehr für Effizienz und höchste Versorgungssicherheit des ganzen Objektes. Die Anlage wurde in Kooperation mit den Abteilungen Umweltschutz und Hochbau sowie der Energie Klagenfurt GmbH errichtet.

Kindergarten- und Hortleiterin Evelyn Sekerka freut sich über viele positive Effekte dieser Umstellung wie etwa Kostenersparnis oder Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem herrscht nun ein behaglicheres Raumklima als noch zu Zeiten der Ölheizung.

Heizöl ist derzeit zwar günstig wie schon lange nicht mehr, aber immer noch um rund ein Drittel teurer als Pellets. Die Brennstoffkosten von 21.000 Euro im Jahr in KG/ Hort Annabichl werden nun auf rund 11.500 Euro im Jahr gesenkt. Mit den gesparten Betriebskosten wird die Anlage finanziert, gewartet und betrieben. Und durch die Umstellung von Öl auf Pellets werden zudem jährlich 72 Tonnen CO2 eingespart!

„Mit Heizungsumstellungen wie diesen wird dem Energieeffizienzgesetz Rechnung getragen, Kosten werden gespart, zur CO2-Reduktion wird beigetragen und nicht zuletzt wird auch eine moralische Bewusstseinsbildung in Richtung Klimaschutz geschaffen“, betonte Umweltreferent Stadtrat Frank Frey, der sich heute zusammen mit Bildungsreferentin Stadträtin Ruth Feistritzer von der Anlage überzeugte. „Nicht nur die großen Staaten sind gefordert, Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes zu setzen, auch kleine Kommunen sollen ihren Beitrag leisten“, so Stadtrat Frey weiter.

„Es ist eine win-win Situation für alle“, sagte Bildungsreferentin Stadträtin Ruth Feistritzer, die sich für eine entsprechende Bewusstseinsbildung bereits in den Kindergärten einsetzt. „Eltern können von Kindern lernen, wenn sich diese in den Kindergärten und Schulen mit Themen des Klimaschutzes und der Ökologie befassen“, so Stadträtin Feistritzer. So werde das Wissen auch zu Hause verankert.

DI Bernhard Reinitzhuber, Energieeffizienzexperte der Abteilung Umweltschutz, spricht von einer maximalen heimischen Wertschöpfung: Pellets seien in Kärnten nach wie vor im Überschuss vorhanden (von 190.000 produzierten Tonnen werden in Kärnten weniger wie die Hälfte verbraucht). Der Kesselhersteller hat seinen Standort in Österreich und viele Komponenten von diesem Produkt werden in Kärnten gefertigt.

Die Finanzierung erfolgte über Einspar-„Contracting“ durch die Energie Klagenfurt GmbH (Stadtwerke) als Energieversorger. Dies bedeutet, dass die Investition getätigt werden konnte, ohne das Budget zu belasten. Die Stadt Klagenfurt kauft die Wärme sozusagen den Stadtwerken ab.

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