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Klagenfurt trauert um Sieglinde Trannacher

(01.10.2015)
Die langjährige Klagenfurter Gemeinderätin ist kurz vor ihrem 54. Geburtstag einer schweren Krankheit erlegen. Ihr Engagement galt den sozial Schwachen, den in Not geratenen Menschen und der Erinnerungskultur.

Die langjährige Gemeinderätin der Landeshauptstadt Klagenfurt, Sieglinde Trannacher, ist gestern einer schweren Krankheit erlegen. Tief erschüttert zeigte sich Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz über die traurige Nachricht: „Sieglinde Trannacher war eine starke Persönlichkeit, mit hohem sozialen Engagement und eine engagierte Vertreterin der Erinnerungskultur. Sieglinde Trannacher war hochsensibel, wenn es um Ungerechtigkeit und Benachteiligung von Menschen ging, sie hat sich mit all ihrer Kraft und aus ganzem Herzen für Menschen in Not eingesetzt“, so die Bürgermeisterin.

Mag. Sieglinde Trannacher war seit 2003 Mitglied des Klagenfurter Gemeinderates, von 2004 bis 2009 auch Landtagsabgeordnete. Ihre berufliche Laufbahn ist gekennzeichnet durch soziale Aufgaben: Sieglinde Trannacher war Mitarbeiterin von AVS Kärnten, Leiterin der Sozialhilfe Kärntner Frauen, Projektleiterin der Volkshilfe Kärnten, wo sie für die Projekte „Hilda Schärf Haus“ und die „Beratungsstelle zur Wohnungssicherung“ verantwortlich zeichnete.

Auch im Bereich Erinnerungskultur war Sieglinde Trannacher engagiert: ob Österreichisch-Israelische Gesellschaft oder „Memorial Kärnten/Koroska“, Beirat für Denk- und Erinnerungskultur, Sieglinde Trannacher war stets eine unermüdliche Kämpferin um die Aufarbeitung und gegen das Vergessen der Nazi-Vergangenheit in Klagenfurt und Kärnten. Als profunde Kennerin der Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Klagenfurt war es ihr ein besonderes Anliegen, durch die Verlegung der „Stolpersteine“ an jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, die in der Nazi-Zeit in Konzentrationslagern ermordet worden sind, zu erinnern.


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