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Transitquartier hat Bewährungsprobe bestanden

(17.09.2015)
Rund 540 Flüchtlinge, darunter viele Familien mit Kindern, haben die Nacht auf Donnerstag im Klagenfurter Transitquartier verbracht.

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz hat sich heute, Donnerstag früh, mit Gesundheits- und Sozialreferent Vzbgm. Jürgen Pfeiler vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

Das Notquartier, eine leerstehende Firmenhalle, wurde ja am Dienstag innerhalb kürzester Zeit für Flüchtlinge adaptiert. Vor Ort betreut werden die Menschen vom Roten Kreuz, das hier auch die Einsatzleitung hat, und von Caritas, freiwilligen Helfern und dem Verein „Together“ unterstützt wird. Die Gesamteinsatzleitung liegt bei der Polizei Kärnten.

Mit Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz und Vzbgm. Jürgen Pfeiler fand heute früh die Einsatzbesprechung aller Organisationen und der Dolmetscher statt. Stadtchefin und Vizebürgermeister dankten mit herzlichen Worten für das Engagement und stellten fest, „dass Klagenfurt für solche Krisensituationen gut gerüstet ist“.

An die Stadt wurden verschiedene Wünsche gerichtet, die Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz jetzt gemeinsam mit der Polizei-Einsatzleitung und dem Innenministerium abklärt.

Für die vielen Kinder, die sich unter den Flüchtlingen befinden, ist bestens gesorgt, es gibt auch genügend Spielzeug. Gebraucht werden allerdings Malbücher und Buntstifte, die bei der Caritas abgegeben werden können.

Alle Hilfsorganisationen bedanken sich für Spenden, rufen aber dringend auf, keine Sachspenden direkt zum Flüchtlingsquartier zu bringen.

„Wir werden versuchen mit der Abteilung Stadtgarten auch eine kleine Spielfläche im Freien zur Verfügung zu stellen“, so die Bürgermeisterin.  Sie wurde bereits verständigt, dass in den nächsten Stunden über 400 Flüchtlinge mit Bussen abgeholt werden und das Innenministerium noch heute, Donnerstag, alle weiter Richtung Westen, Richtung Salzburg transportieren will.

Das Transitquartier Kärnten, so heißt es jetzt offiziell, hat mit vereinten Klagenfurter Kräften seine Bewährungsprobe bestanden, wird nach Abfahrt der Flüchtlinge wieder gereinigt und für weitere Flüchtlingsstopps hergerichtet. Im Einsatz waren und sind die städtischen Abteilungen Entsorgung, Straße & Verkehr, die Berufsfeuerwehr mit den Freiwilligen Feuerwehren. Ihnen allen dankte die Bürgermeisterin ebenfalls mit herzlichen Worten.

In den nächsten Tagen wird die Bürgermeisterin täglich in der Früh an den Einsatzbesprechungen teilnehmen und die Assistenzleistungen der Stadt koordinieren.

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