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Ehrung für "Schutzengel" und Lebensretterin

(08.01.2016)
Marina Pajnik hat durch ihr engagiertes Handeln einen neugeborenen Buben vor dem sicheren Erfrierungstod gerettet. Von der Stadt Klagenfurt gab es dafür eine hohe Auszeichnung.

Ein besonders junges Leben hat Marina Pajnik vergangenen Dienstag in Klagenfurt / St. Ruprecht gerettet: das Leben eines neugeborenen Buben. Die 22jährige Klagenfurterin vernahm, als sie in den Abendstunden in Richtung der Müllbehälter ihrer Wohnanlage ging, ein immer lauter werdendes Wimmern des Babys, das um sein Leben weinte. Marina Pajnik zögerte keine Sekunde, griff in die Tonne und fand den nur wenige Stunden alten Buben vollkommen unterkühlt in einer Tasche, verständigte Polizei und Rettung und wärmte das Kind, bis Hilfe vor Ort war.

„Sie sind ein wahrer Schutzengel“ sagte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz heute Früh, als sie die couragierte junge Frau im Beisein ihrer Senatskollegen mit der Medaille für Verdienste im Rettungswesen der Landeshauptstadt Klagenfurt in Gold auszeichnete. „Besonders in Zeiten, in denen immer mehr Menschen wegschauen, statt zu helfen, sind Sie ein ganz besonderes Vorbild. Wir sind stolz, eine Bürgerin wie Sie in unserer Stadt zu haben“, so die Bürgermeisterin.

„Sie haben einem kleinen Buben kurz nach seiner Geburt noch einmal das Leben geschenkt“, würdigte Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler mit berührenden Worten das Engagement von Marina Pajnik. Auch Vizebürgermeister Christian Scheider gratulierte herzlich: „So vorbildliche Zivilcourage hat wirklich eine Auszeichnung verdient“.

Familienreferentin Stadträtin Ruth Feistritzer, Stadtrat Wolfgang Germ und ÖVP-Stadtparteiobmann Markus Geiger, der die Lebensrettung als „göttliche Fügung“ bezeichnete, gratulierten herzlich.

Für Marina Pajnik „gibt es nichts zu danken, das war doch ganz selbstverständlich“. Als zweifache Mutter hat man ein sensibles Gehör, wenn ein Baby weint. Sie selbst sei sehr erleichtert, dass es dem Kleinen laut Ärzten des Klinikums besser geht und hofft, dass er gesund und munter in einer harmonischen Familie aufwachsen wird.

Eines war bei der Ehrung im Stadtsenatssaal allen Beteiligten klar: „Der Kleine ist ein Kämpfer“.

   

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