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Neues Konzept für Kurzparkzonen

(04.03.2016)
Die Reformpartner im Klagenfurter Rathaus präsentierten Freitag ein neues Konzept zur Parkraumbewirtschaftung. Mit Zonenausweitung, neuem Tarif und 30 Gratisminuten.

Mit dem derzeitigen Parkraumbewirtschaftungskonzept sind sowohl Politik als auch Bürger bzw. Gäste der Landeshauptstadt nicht zufrieden. Innerhalb der Ring herrscht Gebührenpflicht, rund um die Ringe teilweise Gebührenpflicht oder keine Gebührenpflicht, es gibt mit ÖWD und Ordnungsamt verschiedene Überwachungsorgane und teilweise unverständliche Strafen, was aber aufgrund des Vertrages zwischen Stadt und ÖWD nicht anders möglich ist.

 

„Unser gemeinsames Ziel ist es nun, die Parkplatzproblematik in Klagenfurt zur Zufriedenheit der Autofahrer und der Geschäftsleute zu lösen“, sagte Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz, die das neue Modell gemeinsam mit den Stadträten Mag. Otto Umlauft und Frank Frey sowie VP-Clubobmann Gemeinderat Markus Geiger vorstellte. Dieses Konzept sieht nun eine gebührenpflichtige Zonenausweitung über die Ringe hinaus vor, wobei die Straßenzüge Kraßniggstraße/Jahnstraße (Norden), Mariannengasse/Kumpfgasse/Lastenstraße (Osten), Südbahngürtel (Süden) sowie Khevenhüllerstraße/Elisabethsteg/Hans-Sachs-Straße/ August-Jaksch-Straße/Rosentaler Straße/Valentin-Leitgeb-Straße/St. Ruprechter Straße (Westen) als Grenzen gelten. „Es gibt also nur mehr ein große gebührenpflichtige Zone“, so die Bürgermeisterin. Und in dieser Zone wird es dann möglich sein, 30 Minuten gratis zu parken. Ein Zettel im Fahrzeug mit der Ankunftszeit reicht. „Die Parkgebühr danach beträgt 60 Cent je halbe Stunde“, betont die Bürgermeisterin.

Damit liegt man österreichweit noch immer im günstigen Mittelfeld. Wegen der Zonenausweitung und der geplanten Stilllegung der Parkscheinautomaten – die Automaten sind nicht mehr am neuesten technischen Stand, geben kein Wechselgeld raus, akzeptieren auch keine Bankomatkarten und an Wartungs- und Adaptierungskosten würden rund eine Million Euro anfallen - wird jetzt der Parkscheinverkauf in den Geschäften angekurbelt. In Trafiken sind Parkscheine ja immer noch erhältlich, künftig soll das in möglichst vielen Betrieben und auch Tankstellen möglich sein.

 

Auch für eine Änderung beim Handyparken will die Stadt eintreten. „Derzeit ist das ja noch um ein paar Cent teurer, wir wollen uns aber dafür einsetzen, dass eine halbe Stunde parken 60 Cent kostet und keine zusätzlichen Gebühren mehr dazu kommen“, sagt Stadtrat Mag. Otto Umlauft. „Bisher wurde bei den Parkgebühren immer nur ausgebessert, nun machen wir aber etwas komplett neues“, so Clubobmann Markus Geiger. Und Stadtrat Frank Frey bezeichnet das Konzept als Systemvereinfachung, hat allerdings mit dem 30-Minuten-Gratis-Parken keine richtige Freude. „10 Minuten, wie auch in der StVO definiert, reichen“, so Frey.

 

Laut Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz soll noch im März der Beschluss für das neue Konzept fallen, die Umsetzung soll begleitet von einer Informationskampagne im Sommer erfolgen. Mit der präsentierten Variante ist auch eine Vertragskündigung mit dem ÖWD nicht notwendig. Rund vier Millionen Euro hat die Stadt letztes Jahr mit der Parkraumbewirtschaftung eingenommen. Davon entfielen 2,1 Millionen Euro auf Parkstrafen und 1,9 Millionen Euro auf Parkgebühren. Mit dem neuen Konzept erhofft man sich nun eine Steigerung bei den Parkgebühren und einen Rückgang bei den Parkstrafen.

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