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Hochwasserschutz am Zollfeld früher fertig

(06.10.2016)
Der Bau des Rückhaltebeckens ist bereits 2018 abgeschlossen, die Kosten verringern sich um 2 Millionen Euro. Geschützt werden Siedlungsgebiete in den Gemeinden Maria Saal, Klagenfurt und Ebenthal.

Das zum Hochwasserschutz im Bau befindliche Rückhaltebecken Zollfeld/Virunum im Norden von Maria Saal wird wesentlich früher fertiggestellt sein als geplant. Die Details wurden am Donnerstag im Klagenfurter Rathaus von Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz (Obfrau Wasserverband Klagenfurt – St. Veit/Glan), Umweltreferent Landesrat Rolf Holub, Wasserschutzreferent Stadtrat Wolfgang Germ und DI Erich Eibensteiner (Geschäftsführer Wasserverband Klagenfurt – St. Veit/Glan) vorgestellt.

„Es handelt sich bei dem Rückhaltebecken um ein wichtiges Vorsorgeprojekt. Das jüngste Beispiel von Afritz hat nämlich gezeigt, wie wichtig es ist, vor dem Schadensereignis zu handeln. Daher ist es sehr erfreulich, dass das Projekt Mitte 2018, mehr als ein Jahr früher als geplant, fertiggestellt sein wird“, informiert die Obfrau des Wasserverbandes Klagenfurt – St. Veit/Glan, Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz.

Verantwortlich dafür sind einerseits günstigere Witterungsbedingungen, andererseits konnten finanzielle Mittel vorzeitig bereitgestellt werden. „Die Bauzeit verkürzt sich um bis zu eineinhalb Jahre. Dadurch können rund zwei Millionen Euro eingespart werden. Durch die gute Zusammenarbeit von Stadt, Land und Bund wird dieses wichtige Vorhaben zum Hochwasserschutz für den Raum Klagenfurt und Bezirk St. Veit schneller umgesetzt“, zeigt sich Wasserschutzreferent Stadtrat Wolfgang Germ erfreut.

Ganz ähnlich sieht es Umweltreferent Landesrat Rolf Holub: „Es handelt sich beim Rückhalteraum Zollfeld um eines der derzeit größten Projekte. Durch die nachhaltigen Planungen können viele Menschen im Raum Klagenfurt und Bezirk St. Veit besser geschützt werden.“

Das fertige Hochwasserrückhalt Zollfeld/Virunum wird eine wesentlich Schutzwirkung auf die von Überflutung bedrohten Siedlungsgebiete entlang der Glan in den Gemeinden Maria Saal, Klagenfurt und Ebenthal haben. Die Abflussspitze eines 100-jährigen Hochwassers kann von 96,5m³ auf 53 m³ reduziert werden. Am nördlichen Zollfeld sind entsprechende Bautätigkeiten schon längere Zeit sichtbar.

Parallel zur S37 wird ein Längsdamm gebaut, entlang der Gemeindestraße zur Raggasaaler Brücker entsteht ein Querdamm. Mit dem natürlich ansteigenden Gelände rechts der Glan bildet sich dann ein Rückhaltebecken mit einem Volumen von etwa drei Millionen Kubikmeter Wasser.

„Das entspricht den Dimensionen des Längsees. Die zukünftige Reduktion dieser Wassermengen bedeutet einen besseren Schutz der Siedlungsräume in dem Gebiet“, erklärt DI Erich Eibensteiner, Geschäftsführer des Wasserverbandes Klagenfurt – St.Veit/Glan.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen 19,5 Millionen Euro. Davon kommen 8,7 Millionen Euro (50 Prozent) vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. 7,3 Millionen (30 Prozent) steuern das Land Kärnten und 3,5 Millionen (20 Prozent) der Wasserverband bei.

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