Zum Inhaltsbereich springen
Seite teilen

Symbolische Windelverteil-Aktion

(10.10.2016)
Um zu zeigen, dass wickelnde Männer Leistungsfähigkeit und Einkommen von Frauen erhöhen können, initiierten der Österreichische Städtebund und das Klagenfurter Frauenbüro eine symbolische Windelverteil-Aktion.

Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen in Österreich um 22 Prozent weniger und machen weit mehr unbezahlte Arbeit – die Aufteilung von Kochen, Putzen, Einkaufen, Wäsche erledigen, Kinder betreuen und Ältere pflegen ist ungefähr 25 zu 75 Prozent zu Lasten der Frauen. Da die Frauen weniger verdienen, bleiben sie eher zu Hause. Das bevorzugte Familienmodell ist ein Vollzeit arbeitender Vater und eine Teilzeit arbeitende Mutter, weil eine Vollzeit arbeitende Mutter durchschnittlich um 22,4 Prozent weniger Einkommen nach Hause bringen würde. Und hier ist noch nicht einmal die Rede von sogenannten Frauenjobs, die als Branche schon traditionell durch die Bank viel schlechter bezahlt sind, als klassische Männerberufe.


Während Frauen also neun Windeln für Kinder oder ältere Menschen verbrauchen, brauchen Männer nur drei. Während Frauen mit Wickeln beschäftigt sind, können Männer arbeiten, sich vernetzen, Sport betreiben, oder sich erholen.


Zum 11. Oktober, dem „Equal Pay Day 2016“ fand daher in Klagenfurter „Mamiladen“ eine Windelverteil-Aktion statt, mit der symbolisiert werden sollte: wickelnde Männer erhöhen das Einkommen und die Leistungsfähigkeit von Frauen. Wenn Frauen weniger wickeln, haben sie mehr Zeit für bezahlte Arbeit. Und zum Vernetzen, Sport betreiben, oder sich erholen.
Die Aktion ist eine Intitiative des Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes und der Frauenbüros der österreichischen Städte.

Scrolle nach oben