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Naturbestattungen nehmen zu

(28.10.2016)
Vor einem Jahr wurde in Annabichl eine Naturbestattungsanalage für 600 Urnenplätze eingerichtet. Seither entscheiden sich immer mehr für diese „natürliche“ letzte Ruhestätte.

Die Stadt folgt dem Trend und bietet auf dem Friedhof Annabichl seit nun einem Jahr die Naturbestattung an. In der parkähnlich angelegten Anlage auf der nördlichen Seite des Friedhofes sind 30 Bäume für etwa 600 Urnen reserviert. 80 Menschen haben sich bis dato für die Naturbestattung entschieden.

„Für die meisten ist es der schöne Gedanke, nach dem Tod mit der Natur wieder eins zu werden und mit einem Baum zu ‚verwachsen‘. Nach etwa zwei Jahren lösen sich die verwendeten Bio-Urnen nämlich in der Erde auf“, erklärt Friedhofsreferent Vizebürgermeister Christian Scheider.

Die etwas andere Bestattungsmöglichkeit ist aber auch eine Kostenfrage. Mit 1.000 Euro kommt die Grabgebühr für 50 Jahre vergleichsweise günstig. „Viele Menschen wollen vorsorgen, um dann später niemanden mit Begräbniskosten zu belasten. Oft wählen Paare gemeinsam einen Baum und Urnenplätze nebeneinander aus“, weiß Manfred Widmer von der Friedhofsverwaltung.

Für Grabschmuck und Kerzen ist ein eigener Platz bei den Gedenktafeln reserviert, die Wiese mit den Bäumen bleibt ganz naturbelassen. Mittlerweile liegt die Feuerbestattung in Klagenfurt bereits bei über 60 Prozent und hat damit die Erdbestattung abgelöst.

Ob Natur-, Erd- oder Feuerbestattung: sämtliche Gräber auf den städtischen Friedhöfen sind in einem Kataster erfasst und auf der Homepage der Stadt abrufbar. Unter www.klagenfurt.at/leben-in-klagenfurt/friedhoefe/verstorbenensuche.html kann so online nach dem genauen Standort der letzten Ruhestätten Verstorbener gesucht werden.

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