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So geht Eisrettung richtig

(12.01.2017)
Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt gibt Tipps, was zu tun ist, wenn jemand im Eis einbricht. Generell sollten nur jene Eisflächen betreten werden, die von offizieller Seite freigeben sind!

Zugefrorene Gewässer üben auf viele Wintersportler eine Faszination aus. Im Sinne der eigenen Sicherheit sollten aber immer nur jene Eisflächen betreten werden, die von offizieller Seite aus freigegeben sind. „Leider kommt es jedes Jahr vor, dass einige Unvorsichtige dies nicht beachten und sich in Lebensgefahr begeben“, warnt Feuerwehrreferent Vizebürgermeister Christian Scheider. Was passiert wenn jemand im Eis einbricht und wie geholfen werden kann, demonstrierte die Berufsfeuerwehr Klagenfurt bei einem Übungseinsatz beim Loretto Landspitz.

„Die Gefahren einer nicht belastbaren Eisdecke werden häufig unterschätzt. Pro Jahr verzeichnen wir etwa sieben Eisrettungs-Einsätze. Diese betreffen nicht nur Menschen, sondern auch eingebrochene Hunde oder Wildtiere. Drei Einsatztaucher sind bei uns täglich im Dienst, um im Notfall sofort Hilfe zu leisten“, erklärt Ralf Komaier, Lehrtaucher und Rettungsschwimmlehrer bei der Berufsfeuerwehr Klagenfurt.

Folgende Tipps der Feuerwehr gilt es bei einer Eisrettung zu beachten:

Bei Selbsteinbrüchen

  • Ruhe bewahren und Laut um Hilfe rufen
  • Versuchen, sich vorsichtig mit größtmöglicher Auflagefläche auf die Eisdecke zu schieben
  • Kleidungsstücke nicht ausziehen

 

Hilfe für Eingebrochene

  • Ruhe bewahren und nicht überhastet handeln
  • Notruf 122 absetzen
  • Eingebrochenem Mut zusprechen
  • Immer mit mehreren Helfern retten (Eigensicherung beachten)
  • Auf breiter Unterlage sich liegend dem Eingebrochenen nähern
  • Ein Sicherheitsabstand zur Einbruchsstelle einhalten.
  • Hilfsmittel zum Retten verwenden (Leiter, Bretter, Stange usw.)
  • Den Verunfallten immer Hilfsmittel (Jacke, Schal, Ast, Stange usw.) zureichen
  • Nach der Bergung den Verunfallten in Decken hüllen, nicht bewegen und unverzüglich den Rettungsdienst 144 alarmieren

Sind Personen bereits an der Einbruchsstelle untergegangen, auf keinen Fall selber einen Rettungsversuch unternehmen. Für solche Notfälle sind Feuerwehrtaucher und Spezialkräfte vorgesehen. Sie sind für den Wintereinsatz bestens geschult.

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