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Klagenfurt macht Geschichte

(30.06.2017)
Im kommenden Jahr feiert die Stadt das 500jährige Jubiläum der Schenkung Klagenfurts an die Landstände. Geplant sind ein würdiger Festakt, aber auch zahlreiche Veranstaltungen, Tagungen, Symposien etc. in denen die Geschichte eine genauso wichtige Rolle spielt wie die Zukunft der Stadt.

Einzigartig in der Geschichte mitteleuropäischer Städte ist die Schenkung von Klagenfurt durch den damaligen Kaiser Maximilian I. an die Landstände im Jahr 1518 n.Chr. Aus diesem Grund begeht die Landeshauptstadt im kommenden Jahr in gebührendem Rahmen das 500jährige Jubiläum.

„Im Rahmen der Feierlichkeiten soll aber nicht nur die Geschichte unserer Stadt betrachtet werden. Unter dem Aspekt ‚Gestern – Heute – Morgen‘ richtet sich ein Augenmerk auch auf die zukünftige Entwicklung der Stadt. Wir nutzen den Schwung auch um zu zeigen: wo wollen wir hin?!“, sagt Bürgermeisterin
Dr. Maria-Luise Mathiaschitz bei der Präsentation der Jubiläumsfeierlichkeiten im Klagenfurter Rathaus. Der Slogan für das Jubiläumsjahr wird deshalb „Klagenfurt macht Geschichte“ lauten. Eine entsprechende Layout-Linie kommt von der Agentur SR1.

Die Präsentation erfolgte gemeinsam mit Vizebürgermeister Christian Scheider, Stadtrat Markus Geiger und Stadtrat Frank Frey – also mit Vertretern aller im Stadtsenat vertretenen Fraktionen. „Es ist mir sehr wichtig, dass wir alle dahinterstehen und dieses Jubiläum gemeinsam würdig und entsprechend begehen“, so Mathiaschitz. Auch Vizebürgermeister Christian Scheider findet diese „Initiative sehr wichtig. Die Landeshauptstadt muss nicht nur stolz auf ihre Geschichte sein, sondern diese auch lebendig machen und an alle Generationen weiter tragen – im Sinne: wie hat unsere Stadt vor ein paar hundert Jahren ausgesehen, wie sieht sie heute aus und wo wollen wir in den nächsten hundert Jahren sein.“

Einen spannenden Aspekt sieht Stadtrat Markus Geiger im Bereich Wirtschaft und Stadtentwicklung, der sich ebenfalls im Jubiläumsprogramm widerspiegeln wird. Wie hat Wirtschaft in der Vergangenheit funktioniert, aber auch der Blick auf die Betriebsansiedlungen und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt im Bereich Industrie wird im Programm mit berücksichtigt.

Für Stadtrat Frank Frey ist dieses Jubiläum nicht zuletzt demokratiepolitisch interessant: „Mit der Schenkung der Stadt an die Landstände haben diese nicht nur etwas geschenkt bekommen, sondern mussten auch Privilegien abgeben“, so Frey, der auch darauf hinweist, dass die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2018 rechtzeitig begonnen haben und bereits sehr viel Gedankenarbeit in der Konzeptionierung steckt.

 

Nachhaltige Aktivitäten

Alle geplanten Aktivitäten sollen mit nachhaltigem Nutzen und Mehrwehrt für Tourismus, Kultur, Wirtschaft aber vor allem für die Bürgerinnen und Bürger verbunden sein. Klagenfurt soll sich im Jubiläumsjahr im Sinne des Leitbildes ganz als „Stadt der Begegnung“ im Alpen-Adria-Raum präsentieren. Auch um Referenz für künftige große Jubiläen abzulegen, zum Beispiel 100 Jahre Volksabstimmung 2020, oder 950 Jahre Diözese Gurk. „Durch Vermittlung unserer durchaus beachtlichen Entwicklung, unserer Leistungen und das Nachdenken über zukünftige Chancen kann es durchaus gelingen in der Bevölkerung eine Dynamik und Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Es ist daher positiv anzumerken, dass alle Parteien hinter dem Projekt stehen“ betont Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz bei der Präsentation der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Beteiligt sind Experten aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Bildung, Stadtentwicklung, Sport, aber auch Menschen und ihre Geschichten.

Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten bildet der Festakt im Wappensaal am Abend des 24. April 2018, am Tag der Schenkung. Weiters geplant ist ein Historikersymposium an der Alpen-Adria-Universität , eine historische Ausstellung in der Stadtgalerie, eine Kinder-Mitmach-Ausstellung mit didaktischer Begleitung in der Stadtgalerie in Kooperation mit dem Blauen Würfel, eine Münzausstellung, die österreichischen Numismatiker-Tagung, eine Zeitreise durch die Kirchengeschichte sowie drei Kirchenkonzerte, literarische Blicke auf die Zukunft und vieles mehr.

Ein eigener Schwerpunkt ist der Wissensvermittlung der Geschichte unserer Stadt im Bildungsbereich gewidmet. Dazu werden kinder- und jugendgerechte Publikationen und Unterrichtsmaterialien erarbeitet und in zeitgemäßer Form aufbereitet.

 


 

© StadtPresse

  

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