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Abschied von Altbürgermeister Guggenberger

(10.03.2017)
Mit einem Requiem und einem Trauergottesdienst, zelebriert von Bischof Dr. Alois Schwarz, verabschiedete sich die Landeshauptstadt Klagenfurt von ihrem langjährigen Bürgermeister.

Die Domkirche war bis auf den letzten Platz besetzt, das politische und gesellschaftliche Leben Klagenfurts, viele Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um sich zu verabschieden und der Trauerfamilie, Witwe Irmgard, den Kindern und Enkelkindern ihr Mitgefühl zu erweisen. Die würdige musikalische Begleitung des Requiems lag beim Domchor mit Domkapellmeister Thomas Wasserfaller und Domorganist Klaus Kuchling.

Mit sehr persönlichen Worten sprach Bischof Dr. Alois Schwarz über den Altbürgermeister, dessen soziales Engagement, das Einsetzen für Menschen, das Zugehen auf Menschen, die gelebte Globalisierung mit Partnerstädten in ganz Europa und darüber hinaus, Grundprinzipien, und er brachte seine Dankbarkeit zum Ausdruck, Leopold Guggenberger gekannt zu haben.

Abschiedsworte Stadtrat Markus Geiger

 Für die ÖVP, der Guggenberger Zeit seines Lebens angehört hatte, richtete der Klagenfurter Stadtrat Markus Geiger Trauerworte an die Anwesenden. „Es ist der Abschied von einem ganz Großen, der aus unserer Stadt eigentlich gar nicht wegzudenken ist“, sagte Geiger. „Er war ein echter Stadtvater, ein richtungsweisender Mensch an dem man sich orientieren konnte, ein politisches Vorbild und der Bürgermeister der Herzen. Ein großer Österreicher, der uns den Glauben an Klagenfurt vermacht hat, es bleibt eine Lücke, die niemand zu füllen vermag“, verabschiedete sich der Stadtrat vom Altbürgermeister.

Abschiedsworte Florian Hartmann, Oberbürgermeister Dachau

Aus Dachau war Oberbürgermeister Florian Hartmann zum Requiem angereist und sprach im Namen aller 15 Partnerstädte Abschiedsworte für Leopold Guggenberger, der auch Ehrenbürger der deutschen Stadt war. Die Beziehung von Dachau zum Altbürgermeister war eine ganz besondere. „Er hat unserer Stadt 1974 die Hand gereicht und uns die erste Städtepartnerschaft ermöglicht“, so Florian Hartmann. 
„Sein Einsatz für Freundschaft, Frieden, Toleranz und internationale Verständigung kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden“, dankte der Oberbürgermeister Leopold Guggenberger, „dem die Klagenfurter Partnerstädte zu großen Dank verpflichtet sind und ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren werden“. 
„Wir alle können von ihm lernen, dass das Überwinden der Grenzen und Weltoffenheit Grundlagen für ein von Herzlichkeit und Freundschaft geprägtes Zusammenleben in Europa sind. In unseren Herzen und den Herzen der Bürgerinnen und Bürger wird er weiterleben“, schloss der Oberbürgermeister.

Trauerrede Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz

 Dr. Maria-Luise Mathiaschitz brachte den vielen Trauergästen den Menschen Leopold Guggenberger näher „ich spreche heute über ihn nicht als Bürgermeisterin sondern als Bürgerin“. 
 „Seine offene Art, seine Herzlichkeit, sein Interesse für den anderen, das Zugehen auf alle Menschen und sein soziales Engagement, machten ihn zu Guggi, von dem wir uns heute verabschieden müssen“, charakterisierte Mathiaschitz den Langzeit-Bürgermeister der Stadt. Und sie schilderte Begebenheiten aus dem Leben von Guggenberger, die ihn ganz speziell charakterisierten. Wie seinen Einsatz nach dem schweren Erdbeben in Duschanbe, wo er sofort Hilfslieferungen organisierte, aber das Ehepaar Guggenberger für das Baby Scharora, das tagelang unter Trümmern überlebt hatte, auch die Patenschaft übernahm.
„Viele von Ihnen werden sich an Begebenheiten mit ihm erinnern, wobei seine Belesenheit, sein historisches Interesse, sein vielseitiges Wissen beeindruckten. Und auch seinen Humor, seinen Witz, seine Lebenslust werden wir nicht vergessen“, erinnerte die Bürgermeisterin an Leopold Guggenberger. 
„Die Sorgen und Nöte der einzelnen Bürgerinnen und Bürger waren für ihn immer wichtig, das spürte man ebenso wie seine Bemühungen, Lösungen zu finden, mit denen alle leben konnten. Als aktiven, sozialen, konsensbereiten, herzlichen Menschen wollen wir Leopold Guggenberger in Erinnerung behalten und ihm für seine Leistungen für die Stadt Klagenfurt danken“ verabschiedete sich Dr. Maria-Luise Mathiaschitz vom Altbürgermeister.

Nach Dankesworten von Sohn Leopold Guggenberger jun. für die große Anteilnahme wurde der Sarg zu den Klängen der Kapelle aus Maria Luggau (Lesachtal) über den Domplatz zum Auto getragen. Das Begräbnis erfolgt im engsten Familienkreis.

Vor dem Trauergottesdienst hatte auch die Stadtkapelle Klagenfurt den Altbürgermeister mit Melodien auf dem Domplatz gewürdigt.

 Requiem und  Trauergottesdienst wurden auf eine Videowall auf den Domplatz übertragen, wo sich zahlreiche Klagenfurterinnen und Klagenfurter eingefunden hatten. Ebenso war die Verabschiedung über Livestream im Internet zu verfolgen.

Hier kann der Trauergottesdienst auch noch nachgesehen werden. 

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