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Neue Kanalkamera in Betrieb

(15.03.2017)
Die Aufzeichnungen der Kamera sind Grundlage für Sanierungsarbeiten im städtischen Kanalnetz und helfen auch, Schäden am Kanalnetz zu verhindern.

Um 270.000 Euro wurde für die Abteilung Entsorgung ein neuer, technisch hochqualitativer Kanalkamera­wagen angekauft. Die Aufzeichnungen der Kamera sind Grundlage für Sanierungsarbeiten im städtischen Kanalnetz und helfen auch, Schäden am Kanalnetz zu verhindern.

Als „Spezialeinheit für unsere Kanalabteilung“ bezeichnet Stadtrat Wolfgang Germ, zuständiger Referent für Entsorgung, den neuen Kanalkamerawagen, der seit ein paar Wochen in dem rund 800 Kilometer umfassenden Kanalsystem der Stadt Klagenfurt im Einsatz ist.

Eine rund 30 Kilogramm schwere Kamera kann mithilfe eines Krans und ausgeklügelter Seiltechnik bis zu 400 Meter in das Kanalnetz eingefahren werden und mittels Sensorensteuerung direkt aus dem Wagen Stellen sichten, die für Sanierungsarbeiten im Kanal notwendig sind. „Für wasserführende Kanäle kann die Kamera sogar mit Schwimmern versehen werden um auch hier entsprechende Aufzeichnungen vorzunehmen“, so Germ.

Schon zuvor hat die Stadt Klagenfurt einen Kanalkamerawagen besessen, „dieser war bereits 16 Jahre alt und vom technischen Standard her aktuellen Anforderungen nicht mehr entsprechend“ so Ing. Karl Weger, Leiter der Abteilung Entsorgung und Ing. Peter Haslauer, Leiter der städtischen Kanalplanung.

Die Kamera, die direkt aus dem Fahrzeug steuerbar ist, dient der Ortung von Leitungen und bildet für eine entsprechende Bestandsaufnahme die Grundlage für jede Kanalsanierung. „Sobald es eine Betriebsstörung gibt, wo die Ursache nicht sofort erkennbar ist, kommt der Kanalkamerawagen zum Einsatz“, erklärt Ing. Weger. Sie sichtet aber auch Risse oder kleinere Bruchstellen, die schon saniert werden können, bevor ein gröberer Schaden am Kanalnetz entsteht.

Aber auch in Sonderfällen war der Wagen schon im Einsatz: „Unsere Kanalkameras wurden auch als Amtshilfe angefordert – zum Beispiel in einem Kriminalfall, wo Suchtgift über die Toilette entsorgt wurde“, erzählt Stadtrat Germ.

 Die Abteilung Entsorgung/Kanalplanung befährt jährlich 10.000 bis 15.000 Laufmeter im städtischen Kanalnetz, seit Beginn insgesamt rund 360.000 Laufmeter.

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