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Stadion wird Kunst-Arena

(29.03.2017)
Das Klagenfurter Wörthersee Stadion wird von der Sport Arena zum kulturellen Hot Spot. Der Basler Kunst-Initiator Klaus Littmann wird hier im September/ Oktober 2019 „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ nach der berühmten Zeichnung des österreichischen Künstlers Max Peitner realisieren.

Im Herbst des Jahres 2019 „wächst“ Wald im Klagenfurter Wörthersee Stadion. So will es das Konzept des international renommierten Kunst-Initiators Klaus Littmann aus Basel, der hier ein einzigartiges Kunstprojekt mit dem Titel „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ nach einer Zeichnung von Max Peintner verwirklichen will.

Gestern wurde das Kunstprojekt von internationalem Ausmaß im Klagenfurter Stadtsenat präsentiert und mehrheitlich – mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grüne – beschlossen und anschließend im VIP-Club des Wörthersee Stadions der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im September und Oktober 2019 wird exakt auf der Spielfläche des Wörthersee Stadions ein 10 bis 13 Meter hoher Laub-Mischwald entstehen, der zu Tages- und Nachtzeit (spätestens 22 Uhr) bei jeder Helligkeit, jeder Wetterlage und aus unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten sein wird. Die insgesamt an die 150 bis 200 Bäume werden nicht in die Erde gesetzt sondern in großen Erdballen auf den Stadionrasen gesetzt und nach Ablauf des Kunstprojekts im Lakesidepark gepflanzt. Die Kosten werden sich, schätzt Klaus Littmann, auf zirka 1,5 Millionen Euro belaufen, diese betreffen nicht die Stadt Klagenfurt. Die Stadt stellt lediglich das Stadion kostenlos zur Verfügung.

 Für Bürgermeisterin und Kulturreferentin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz steht fest: „‘Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur‘ gibt unserer Wörthersee Arena, in der bisher mehrheitlich Sportveranstaltungen stattgefunden haben, als Ort der Kunst und Kultur eine neue Bedeutung. Im Kontext mit der markanten Architektur des Stadions wird dieses Projekt eine noch nie da gewesene Attraktion für Klagenfurterinnen und Klagenfurter, aber auch für Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland.“.

 Auch Sportreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler ist beeindruckt von diesem Projekt. „Wir haben deshalb gerne den Ball von Klaus Littmann aufgenommen und die große Herausforderung, das Stadion für zwei Monate spiel- und veranstaltungsfrei zu halten, auf uns genommen“.

 Das Projekt, das einen 10 bis 13 Meter hohen Laubmischwald auf dem Spielfeld des Stadions vorsieht, wird garantiert viele Schaulustige ins Stadion ziehen, Bilder, die hier gemacht werden, werden via Smartphone und Social Media Seiten um die Welt gehen. – Das freut auch Tourismusreferent Stadtrat Markus Geiger: „Speziell die Herbstsaison braucht einen Besuchermagnet – mit ‚Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur‘ können wir dem Kulturtourismus in unserer Stadt einen neuen Impuls geben“. Auch die Möglichkeit zu sehen, wie sich die „Natur im Stadion“ nach Tageszeit, nach Wetterlage und im Laufe der Wochen verändert, wird beeindruckend, so Geiger.

Für die Klimaschutzgemeinde Klagenfurt sieht auch Umweltreferent Stadtrat Frank Frey das Kunstprojekt, das die Natur in den Mittelpunkt stellt, äußerst positiv. „Da kommt etwas großes auf Klagenfurt zu“, so Frey, der auch die „Nachhaltigkeit“ des Kunstprojekts unterstreicht. Denn die Bäume kommen nach Ende des Kunstprojekts in den Lakesidepark und werden dort dauerhaft eingepflanzt.

 Für den Kunst-Initiator Klaus Littmann, der schon einige große Kunstprojekte im öffentlichen Raum realisiert hat, hat sich in Klagenfurt ein lang gehegter Wunsch erfüllt: seit knapp 30 Jahren sucht er nach dem optimalen Ort um „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ Wirklichkeit werden lassen zu können. „Wenn mal als Zuschauer anstatt eines Fußballspiels ein rechteckiges Stück Wald in der emotional aufgeladenen Arena des Stadions sieht, stößt das Denkprozesse an“, so Littmann. Sein Projekt spricht Themenkreise wie Ökologie, Ethik, Umwelt- und Klimaschutz, aber auch den Tourismus an.

 Als Rahmenprogramm kündigt Klaus Littmann eine Themenausstellung sowie eine Ausstellung von Max Peintner an, angedacht ist auch ein Kongress des WWF zur Zeit der Projektrealisierung uvm.

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