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Stadt bietet Delogierungsprophylaxe

(28.03.2017)
Bis zu 200 Anträge auf eine Delogierung müssen alljährlich von der Immobilienverwaltung Klagenfurt bei Gericht eingebracht werden. Um die negativen Folgen von Delogierungen nun hintanzuhalten, hat die Stadt Klagenfurt eine Delogierungsprophylaxe eingerichtet.

Der eigene Wohnraum ist ein notwendiges Fundament für ein geregeltes Leben und ein grundlegendes Merkmal der Teilnahme am sozialen Leben. Der auch nur drohende Verlust von Wohnraum gehört mit zu den schlimmsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Um nun die negativen Folgen von Delogierungen für Betroffene als auch für die Stadt hintanzuhalten, bietet die Stadtverwaltung künftig in Zusammenarbeit mit der Volkshilfe Kärnten das Projekt „Wohnraum sichern – Delogierungsprophylaxe“ an. Der entsprechende Beschluss wurde Dienstag im Stadtsenat nach Antrag von Sozialreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler einstimmig gefällt.

 

Das Projekt sieht vor, dass künftig die Abteilung Soziales umgehend von der IVK informiert wird, wenn aufgrund eines Zahlungsrückstandes einem Mieter die Einbringung eines Antrages auf gerichtliche Aufkündigung bevorsteht. „Die Abteilung Soziales prüft dann die Möglichkeit zur Zuerkennung einer Mindestsicherung und damit in Zusammenhang stehenden Sonderzuschüssen“, sagt Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler. Außerdem wird überprüft, ob weitere Sozialleistungen möglich sind. Sollten die Möglichkeiten der Stadt nicht ausreichend sein, kommt das Projekt WOSIK der Volkshilfe Kärnten ins Spiel.

 

Vom WOSIK-Team wird gemeinsam mit dem Klienten nach Möglichkeiten gesucht, Beihilfen und Zuschüsse zu beantragen. Sollten Klienten die Hilfe von WOSIK ablehnen oder zu keinerlei Gesprächen bereit sein, geht der Fall wieder zu Gericht.

 

„Dem Klienten wird auch eine freiwillige Mittelverwaltung durch die WOSIK-Mitarbeiter angeboten“, so Pfeiler. Dadurch hat man auch die Möglichkeit, mit der IVK Ratenzahlungen auszuhandeln. Umgekehrt kann die IVK aber auch vom Klienten Geldmittel zur Zahlung der Mietrückstände verwenden.

 

Vorerst ist das Projekt nur für die stadteigene Immobilienverwaltung gedacht. Grundsätzlich kann es aber auf alle Wohnbauträger ausgeweitet werden.

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