Zum Inhaltsbereich springen

Biomasse Heizkraftwerk eröffnet

(16.11.2017)
Viele Wirren gab es um dieses Werk in den letzten Jahren, jetzt läuft es mit Biomasse und hilft die C02-Emissionen in Klagenfurt drastisch zu verringern.

Seit März dieses Jahres liefert das neue Heizkraftwerk im Osten von Klagenfurt Fernwärme, am Donnerstag wurde es in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste nun offiziell eröffnet.

 „Wir sind am heutigen Tag wirklich sehr stolz, dass dieses hochmoderne Werk für saubere Fernwärme in der Landeshauptstadt sorgt und dazu beiträgt, dass Klagenfurt seine Klimaziele schon jetzt weit übertroffen hat“, freute sich Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz bei der Eröffnung. „Es ist ein Meilenstein für die Stadt und ein Vorzeigeprojekt für Österreich“, so die Stadtchefin. Mit diesem Werk erreiche man statt 20 Prozent C02-Reduktion im Jahr 2020 schon zum jetzigen Zeitpunkt 40 Prozent. Die Zahl der Fernwärmeanschlüsse soll von 27.000 auf 30.000 steigen, gerüstet ist man auch für 35.000 Anschlüsse. Das HKW Ost produziert 50 MW Fernwärme und kann über eine moderneste High-Tech Wärmerückgewinnungsanlage noch weitere 10 MW Ökostrom ins Netz einspeisen und es verhindert den Ausstoß von rund 144.000 Tonnen CO2. 50 Millionen wurden hier investiert.

Ein herzliches Dankeschön gab es von der Bürgermeisterin an Dr. Cornelius Grupp, Chef der CAG Holding, „der dieses Werk nach vielen Wirrungen im letzten Moment auf den Weg gebracht hat“. Das Dankeschön gab es aber auch in Form einer Straßenbenennung, das neue Biomasse Heizkraftwerk steht nun in der Energiestraße  1. Die Straßentafel wurde enthüllt und eine kleine Tafel von der Bürgermeisterin überreicht.

 Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser bezeichnete den Eröffnungstag als „guten Tag für Klagenfurt, Kärnten und für alle, die an dieses Vorzeigeprojekt geglaubt haben.“ Der Landeshauptmann weiter: „Ich bin stolz auf die Landeshauptstadt, Cornelius Grupp und alle, die mitgearbeitet haben. Dieses Werk ist ein Beispiel für die Nachhaltigkeit, die wir unseren Enkeln schulden“.

 Dr. Cornelius Grupp bedankte sich mit herzlichen Worten bei der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten für die konstruktiven, offenen Gespräche in einer schwierigen Situation, er dankte der Unternehmensgruppe Riegler & Zechmeister, in Kooperation mit der Bioenergie Kärnten,  Betreiber der Kärntner Biomasse-Heizkraftwerke und bezeichnete den Klimawandel und Energiewende weg von fossilen Brennstoffen als die großen  Herausforderungen unseres Jahrhunderts.

 Die Bioenergie Kärnten betreibt mit dem HKW Ost, dem HKW Süd am Südring und dem HKW Nord, drei Biomasse-Heizkraftwerke, die rund 90 Prozent der Klagenfurter Fernwärme erzeugen. Für Spitzenzeiten wurde das alte Klagenfurter Fernheizwerk auf Gas umgestellt und so ist absolute Versorgungssicherheit gegeben.

Blick auf das neue Werk mit dem Kamin.
Wirtschaftsreferent Markus Geiger mit Dietmar Riegler und Otto Zechmeister.
Blick in die riesige Lagerhalle.
Hackschnitzel warten auf den Einsatz für die Fernwärme.
Scrolle nach oben