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Gesundheitspreis 2018: Ideen zur Suchtprävention

(23.11.2018)
Es waren diesmal besonders innovative Projekte, die für den Gesundheitspreis der Landeshauptstadt Klagenfurt eingereicht wurden. Die von einer Fachjury preisgekrönten Ideen zur Suchtprävention werden im Laufe der kommenden Monate mit Unterstützung der Stadt Klagenfurt umgesetzt.

Zum 18. Mal wurde im Stadthaus der Klagenfurter Gesundheitspreis verliehen. Seit ein paar Jahren ist an den Preis ein „Dialogjahr mit Themenschwerpunkt“ um die besten Ideen zur Gesundheitsvorsorge gekoppelt. Dieses Jahr lautete das Motto „Make me strong – Mach mich stark“, im Mittelpunkt steht die Suchtprävention.

„Kinder sind unsere Zukunft und wir versuchen von Seiten der Stadt alles, um Kindern und Jugendlichen das Rüstzeug für ein gesundes, bewusstes Leben mitzugeben. Dazu gehört auch, sie stark zu machen, sodass sie zu Drogen und abhängig machenden Substanzen ‚Nein‘ sagen können“, weist Gesundheitsreferent Stadtrat Mag. Franz Petritz auf die Bedeutung von Suchtprävention hin und bedankt sich „bei allen, die sich am aktuellen Gesundheitspreis und dem Dialogjahr mit dem Schwerpunkt Suchtprävention beteiligt haben. In diesem Bereich ist Engagement enorm wichtig! Sie alle helfen mit, junge Menschen vor der Gefahr einer Suchterkrankung zu schützen!“
Im Laufe des Dialogjahres werden die mit einem Gesundheitspreis prämierten Projekte vom Gesundheits-Referat der Landeshauptstadt Klagenfurt bei der Umsetzung begleitet und unterstützt.

Sucht hat viele Gesichter und Suchtprävention sollte möglichst frühzeitig ansetzen und sich auf die Ursachen konzentrieren, die junge Menschen „anfälliger“ für den Griff zu abhängig machenden Substanzen machen. Deshalb sollen Kinder schon im Kindergarten lernen, wie sie mit Ärger, Stress und Frustrationen besser umgehen können, wie sie ihre Gefühle zeigen und Bedürfnisse ausdrücken können. Im Schulalter werden dann Themen rund um die Sucht konkreter bearbeitet: Fragen wie „Was ist Sucht?“, „Wonach kann man süchtig werden?“ und „Wer ist gefährdet süchtig zu werden“ werden unterrichtsbegleitet besprochen. Das Gesundheitsamt der Stadt Klagenfurt setzt diese Schwerpunkte seit vielen Jahren in den städtischen Kindergärten und Pflichtschulen um – jetzt sind aber auch Ideen von Jugendorganisationen, Medizinern, Vereinen und „Mitschülern“ gefragt, um Kinder und Jugendliche noch besser zu erreichen, sie stark und selbstbewusst zu machen und ihre Lebenskompetenzen zu fördern.

Auf die Vorbildfunktion der Eltern und darauf, wie wichtig eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist, wies auch der Primarius der Abteilung Neurologie und Psychiatrie des Kindes und Jugendalters am Klinikum Klagenfurt, Dr. Wolfgang Wladika in seinem Impulsvortrag hin. Menschen, die aus schwierigen familiären Situationen oder aus Familien kommen, in denen eine Suchtproblematik vorhanden ist, greifen eher zu Rauschmitteln, bestätigen auch zahlreiche Studien.

Die Gesundheitspreise wurden dieses Jahr in drei Kategorien vergeben, und zwar in den Bereichen „Lebenskompetenzen“, „Suchtprävention“, „Mobbing- und Gewaltprävention“.

In der Kategorie „Lebenskompetenzen“ wurden ausgezeichnet:

1. Platz: „Ich gönn mir was“ – Projekt des Youth Point Don Bosco Siebenhügel zur Förderung von Resilienz (der psychischen Widerstandsfähigkeit) bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren.

2. Platz: „FC International - Präventivprojekt mit Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten“ des Vereins Aspis für Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten, die ihre mittel- oder langfristige Lebensperspektive in Klagenfurt bzw. Kärnten sehen.

3. Platz: „Gemeinsam stark – für einander da sein“ der Volksschule 22 Ponfeld zur Förderung des Miteinander-Aktivseins.

3. Platz: „Ich bin stark, jeden Tag“ des Pfarrkindergarten St. Theresia zur Stärkung der Kinder.

 

Die Gruppensieger der Kategorie „Suchtprävention“ sind:

1. Platz: „Es grünt so grün“, ein Projekt des Youth Point Fischl zur interaktiven Auseinandersetzung mit dem Thema „Cannabis“.

2. Platz: „Alles auf Rausch – verantwortungsvoller Umgang“, Projekt des Jugendkulturzentrum Kwadrat um jungen Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Rauschmitteln zu vermitteln.

3. Platz: „100% Rauschfrei“ – Projekt des Autors und Kabarettisten Josef Burger, der selbst über 10 Jahre alkoholabhängig war, das jungen Menschen das kritische Hinterfragen des gesellschaftlichen Umgangs mit Alkohol humoristisch vermittelt.

 

In der Kategorie „Mobbing & Gewaltprävention“ gewinnen

1. Platz: Musical „Schüler für Schüler“, Projekt der Montessori Schule de La Tour Sekundaria, in dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Musicaldarsteller Dirk Smits ein Musical mit dem Inhalt Mobbing, Sucht, Ausgrenzung etc. erarbeiten.

2. Platz: „Einführung der Traumapädagogik in den stationären Alltag der Kinder- und Jugendpsychiatrie“ am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee für Kinder und Jugendliche, welche auf der Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kindes und Jugendalters stationär in Behandlung sind.

3. Platz: „(de-)konstruiere deine Konflikte“. Projekt des Jugendzentrum Welzenegg, in dem Handlungskompetenzen in Bezug auf Konfliktlösung vermittelt werden.

 

Wie jedes Jahr wurde auch ein Sonderpreis vergeben – diesmal vom Lionsclub Klagenfurt Distrikt 114 West. Und zwar ebenfalls an das „FC International – Präventionsprojekt mit Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten“ des Vereins Aspis, der seit vielen Jahren in Klagenfurt mit Menschen aus Kriegsgebieten arbeitet. Dieses Projekt wurde auch in der Kategorie „Lebenskompetenzen“ mit dem 2. Platz prämiert.

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