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Radmasterplan und Begegnungszone gut umgesetzt

(22.11.2018)
In Klagenfurt werden seit März verschiedene Maßnahmen aus dem Radmasterplan abgearbeitet. Das betrifft unter anderem neue Mehrzweckstreifen, Fahrradboxen oder rot eingefärbte Fahrradübergänge. In der Begegnungszone Neuer Platz beobachtet Verkehrsplaner DI Dr. Kurt Fallast ein diszipliniertes Miteinander.

Zur Attraktivierung und Erhöhung des Radverkehrs in der Landeshauptstadt haben Stadt Klagenfurt und Land Kärnten im Februar gemeinsam den „Masterplan Radfahren Klagenfurt“ beschlossen. Schon im März hat die Umsetzung begonnen. So wurden bis dato neue Mehrzweckstreifen markiert, Fahrradübergänge rot eingefärbt, Bevorrangungen für Radfahrer eingerichtet, Einbahnen für Radfahrer geöffnet, Fahrradboxen markiert, eine Radzählstelle installiert und der Fahrradverleih Nextbike auf aktuell 32 Stationen mit 220 Rädern ausgebaut. Zusätzlich erhielten Geh- und Radwege, die von vielen Spaziergehern, Läufern und Radfahrern genutzt werden, neue LED-Beleuchtung.

„Wir wollen aus dem Radmasterplan Maßnahmen umsetzen, die in der Praxis Verbesserungen bringen. Vieles, wie etwa die Mehrzweckstreifen, bewähren sich schon. Bei Änderungen im Verkehr braucht es aber immer eine gewisse Zeit, bis sie bei allen Verkehrsteilnehmern richtig anlaufen“, erklärt Straßenbaureferent Vizebürgermeister Christian Scheider. Ganz ähnlich sieht das Verkehrsplaner DI Dr. Kurt Fallast, der den Masterplan Radfahren gemeinsam mit anderen Experten erstellt hat. „Das Gesamturteil zur bisherigen Umsetzung des Radfahrmasterplans in Klagenfurt fällt durchwegs positiv aus. Das Tempo und die Zusammenarbeit von Stadt und Land sind vorbildlich“, so Fallast.

Radfahrer brauchen vor allem eines: sichere und kurze Strecken ohne Umwege. „Hier bewähren sich die gesetzten Maßnahmen wie die Öffnung von Einbahnen für Radfahrer und die Mehrzweckstreifen. Diese sind in Klagenfurt sehr gut ausgeführt, Einschränkungen für den Kfz-Verkehr sind nicht feststellbar“, hält Fallast fest. Bei manchen Autofahrern würde es allerdings immer noch ein Missverständnis geben. Denn Mehrzweckstreifen, sie sind mit einer strichlierten Linie gekennzeichnet, dürfen bei Gegenverkehr befahren werden. Im Gegensatz zu Radwegen, die mit einer durchgehenden Linie markiert werden. „Von Anrainern haben wir die Rückmeldung, dass sich Autofahrer in Straßen mit Mehrzweckstreifen besser an die Tempolimits halten, was die Sicherheit erhöht“, ergänzt Scheider.

Neben den Mehrzweckstreifen hat Verkehrsexperte Fallast auch die seit kurzem eingerichtete Begegnungszone Neuer Platz bewertet: „Hier wurde eine wirtschaftlich vertretbare Lösung gefunden. Gut gelöst ist die Einfärbung des Asphalts, welche die Begegnungszone für Autofahrer sofort sichtbar macht. Ich habe ein sehr diszipliniertes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer beobachtet.“ Im Frühjahr werden in der Begegnungszone letzte bauliche Maßnahmen gesetzt. „Sobald es die Witterung zulässt, werden nächstes Jahr noch Pflasterungs- und Asphaltierungsarbeiten in den Randbereichen der Begegnungszone durchgeführt“, informiert DI Alexander Sadila, Leiter Abteilung Straßenbau und Verkehr. Im nächsten Jahr werden weitere Maßnahmen aus dem Radmasterplan umgesetzt.

Neben neuen Mehrzweckstreifen will man sich dabei vor allem auf verschiedene Abstellanlagen für Fahrräder konzentrieren.

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