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Büste für Maximilian I. im Rathaus

(12.10.2018)
Wieder ein Höhepunkt im Klagenfurter Jubiläumsjahr. Die Künstlerin Bella Ban hat den Schenkungskaiser mit einer vergoldeten Bronzebüste porträtiert.

Kaiser Maximilian I., jener Kaiser der Klagenfurt den Landständen schenkte,  und so den Aufstieg der Stadt begründete, hat nun  eine Büste im Klagenfurter Rathaus.

Bella Ban, sie feierte einen Tag nach Enthüllung des Kunstwerks ihren 60. Geburtstag, hat in Klagenfurt schon Köpfe ihres Bruders, des Schriftstellers Gert Jonke, ihrer Mutter, der Pianistin Hedy Jonke, sowie von Ingeborg Bachmann, Robert Musil, Gerhard Lampersberg und ein vergoldetes Portrait von Christine Lavant umgesetzt.

Die Büste des Schenkungskaisers wurde in Ton modelliert, in Bronze gegossen und galvanisch vergoldet. Er steht jetzt in einer Glasvitrine im 1. Stock des Rathauses. Mit einem Text neben der Vitrine wird die Person des Kaisers dem Betrachter näher gebracht: „Kaiser Maximilian I. war bekannt für seine Liebe zur Jagd und wurde auch als der letzte Ritter bezeichnet. Sein schillerndes Wesen war geprägt von Macht und Eitelkeit, er war jedoch auch Umsetzer bedeutender Reformen und ein Förderer der Kunst. Gegen Ende seines Lebens traten mehr und mehr Demut und Buße in den Vordergrund. Das nach rückwärts gewandte Pferd auf seinem Kopf symbolisiert das ausgehende Mittelalter, deutet aber auch auf den frühen Tod seiner geliebten Frau Maria von Burgund bei einem Reitunfall hin.“

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz freute sich bei der Enthüllung der Büste über die „hervorragende, einfühlsame Arbeit von Bella Ban“. Für sie ist dieser Festakt im Rathaus ein „ganz besonderes Highlight des Jubiläumsjahres“. Die Aufstellung der Skulptur verändere das Rathaus, so die Bürgermeisterin. Sie habe sich bei Amtsantritt fest vorgenommen mehr Kunst ins Rathaus zu bringen und es zu einem repräsentativen Haus für alle Bürger und Bürgerinnen zu machen.

„Es ist mir deshalb eine besondere Freude und Ehre, dass Bella Ban jetzt hier mit einem so wichtigen Kunstwerk vertreten ist“, so die Bürgermeisterin.

Die Laudatio für Künstlerin und Kunstwerk hielt Ulrike Sturm (Kunstbüro Sturm), die Bella Ban als „Poetin der Kunst“ hervorhob, als eine der eigenwilligsten Kunstpersönlichkeiten dieses Landes. „Sie lässt Bilder und Räume im Kopf erstehen, wo vorher keine waren“, so Sturm.

Für Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser ist es ein schöner Jubiläumsbogen vom Festakt zum Schenkungstag im April bis zur Enthüllung der Büste, die den Kaiser jetzt in zeitgemäßer Form porträtiert. Sowohl von ihm als von der Bürgermeisterin gab es ein ganz herzliches Dankeschön an die Künstlerin.

Die Maximilianbüste ist im ersten Stock des Rathauses in einer Glasvitrine zu sehen. Durch die gekonnte Verspiegelung sind auch alle Seiten des Kaisers gleichzeitig im Blickfeld, wobei jede etwas anders aussieht.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Michael Erian.

Die Büste des Kaisers mit den dahinter angebrachten Spiegeln, sodass alle drei Seiten des Kopfes gleichzeitig zu sehen sind. ©StadtPresse/Fritz
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