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Würdigung für Kulturvermittlerin

(21.09.2018)
Heiderose Hildebrand, Galeristin und Kulturvermittlerin, erhält den Anerkennungspreis der Stadt Klagenfurt für besondere kulturelle Leistungen.

Heiderose Hildebrand zählt zu den Pionieren für unbequeme, avantgardistische Kunst in Kärnten und steht für die Öffnung und Belebung des heimischen Kunstdiskurses. „Für ihren engagierten, fachlichen Einsatz für die Kunstvermittlung in unserer Stadt und weit darüber hinaus bedanken wir uns im Namen aller Kunstfreunde mit dem Anerkennungspreis der Landeshauptstadt Klagenfurt für besondere kulturelle Leistungen in Höhe von 2.500 Euro“ so Bürgermeisterin und Kulturreferentin Maria-Luise Mathiaschitz.

Bereits 1961 eröffnete Heiderose Hildebrand mit Architekt Ernst Hildebrand die erste Galerie für zeitgenössische Kunst in Klagenfurt und betätigte sich in den Jahren danach als „Hebamme“ der Kunstvermittlung in Österreich. Unter anderem entwickelte sie als Leiterin des pädagogischen Dienstes der österreichischen Bundesmuseen innovative kunstpädagogische Konzepte wie etwa den „Chinesischen Korb“ (assoziative museumspädagogische Rezeption), in weiterer Folge „Canasta Cubana“ und war für internationale Kunstinstitutionen in London, Frankreich, der Schweiz oder Havanna tätig.

Zurück in Klagenfurt betreibt sie seit 1998 die Galerie „haaaauch-quer“ in der Klagenfurter Wulfengasse und zeigte bis 2013 vier Themenausstellungen pro Jahr. Danach ändere die engagierte Frei- und Querdenkerin das Galeriekonzept, setzte ein vierköpfiges Programmteam ein, öffnete den Ausstellungsort für ein breiteres Publikum und bietet unterschiedliche Themen gesellschaftlicher Relevanz und ungewohnte Zugänge zur Kunst an. Internationale zeitgenössische Kunst und interdisziplinäre Begegnungen stehen weiter im Fokus, wobei das Gespräch, die Kooperation mit anderen Kunstinstitutionen und die pädagogische Arbeit zentrale Anliegen sind.

Heiderose Hildebrand gilt mit ihrer kleinen, besonderen „Keller-Kunstzelle haaaauch-quer“, die heuer das 20jährige Jubiläum feiert, für die Landeshauptstadt Klagenfurt nicht nur als mutige Vordenkerin am Puls des internationalen Geschehens, vor allem war und ist sie immer auch unbestechlich Fragende zu Themen der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst. Monetäre Interessen standen dabei im Hintergrund, „haaaauch-quer“ als ein Treffpunkt für Diskussion, Inspiration und kulturpolitische Impulse überlebte die längste Zeit ohne öffentliche Förderungen.

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