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3. Trannacher-Würdigungspreis vergeben

(21.02.2019)
Mittwochabend wurde in den Räumen der Volkshilfe in Klagenfurt zum dritten Mal der „Sieglinde-Trannacher-Würdigungspreis“ vergeben.

Der „Sieglinde-Trannacher-Würdigungspreis“ geht auf eine Initiative von Klagenfurts Sozialreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler zurück und wird seit 2016 gemeinsam von Stadt, Volkshilfe und dem Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung vergeben. Der Preis richtet sind an Vereine, Organisationen und Initiativen, die sich für soziale Gerechtigkeit und gegen Ausgrenzung einsetzen.

Heuer wurde die Preisverleihung am 20. Februar, dem von der UNO ausgerufenen „Welttag der Gerechtigkeit“, durchgeführt. „Der richtige Tag und der richtige Ort für diese Preisverleihung, denn Sieglinde Trannacher hat stetig die Hilfe am Nächsten in den Vordergrund gestellt und hat das lange Jahre im Dienste der Volkshilfe gemacht“, so Ewald Wiedenbauer, Präsident der Volkshilfe Kärnten.

 

Für Sozialreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler schlagen das soziale Herz und Gewissen in den Räumlichkeiten der Volkshilfe, die kürzlich saniert wurden, weiter. „Der Preis soll als Würdigung der stillen Arbeit im Sozialbereich verstanden werden“, so Pfeiler.

Das soziale Wirken von Sieglinde Trannacher, die 2015 verstorben ist, wurde von Mag. Heinz Pichler, dem Vorsitzenden des Kärntner Netzwerkes gegen Armut, gewürdigt. Trannacher war auch jahrelang Vorsitzende des Netzwerkes, hat sich mit Leidenschaft für sozial Schwache eingesetzt und war auch maßgeblich an der „Stolpersteine“-Initiative in Klagenfurt beteiligt.

 

Für den Würdigungspreis gab es diesmal acht Einreichungen. Sie alle wurden kurz von Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Österreich, vorgestellt. Den Würdigungspreis, der mit 3.000 Euro und einer Skulptur des Künstlers Heimo Luxbacher dotiert ist, erhielt schließlich des Projekt „Verkaufsladen“  von pro mente Kärnten. Bei diesem Projekt werden in der pro mente-Tagesstätte Gebrauchsgegenstände des Alltages von Menschen mit psychischen, mentalen oder sozialen Problemen hergestellt und von diesen auch selber in einem kleinen Geschäft in der Bahnhofstraße verkauft. Mit diesem Projekt wird den beeinträchtigten Menschen eine sinnvolle Betätigung geboten.

Zusätzlich wurde das Projekt auch mit dem Sozialpreis der Stadt für ehrenamtliche Tätigkeit im Sozialbereich gewürdigt.

 

In seiner Laudatio würdigte Jurymitglied Dr. Peter Gstettner das Projekt als Einstiegshilfe in den sozialen Alltag. Für pro mente nahm den Preis Manfred Siebenhofer mit einem Teil seiner Klienten entgegen. Wie er betonte, gibt es den Verkaufsladen bereits seit 2011. Die Sozialeinrichtung pro mente feiert heuer das 40-Jahr-Jubiläum und mit dieser Auszeichnung wird laut Siebenhofer die gesamte Arbeit von pro mente gewürdigt.

Bei der Preisübergabe mit dabei waren auch Witwer Wolfgang Trannacher und Sohn Philipp sowie Stadtrat Frank Frey und einige Gemeinderäte.

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